Großbrand einer Müllhalle: Tangente nach 2 Tagen wieder geöffnet
Feuerwehreinsatz beim Großbrand in einem Entsorgungsbetrieb.
Nach dem Großbrand in einem Entsorgungsbetrieb in Wien-Donaustadt ist die Südosttangente (A23) zwischen dem Knoten Kaisermühlen und dem Stadlauer Tunnel in beiden Fahrtrichtungen wieder geöffnet worden. Das meldete der Ö3-Verkehrsservice in der Nacht auf Sonntag. Es liege keine Gefährdung mehr vor und der Streckenabschnitt sei nicht beschädigt worden, bestätigte Asfinag-Sprecher Andreas Steindl der APA.
Freigabe erst am Sonntag
Die Sperre betraf einen besonders stark frequentierten Abschnitt der A23. Der Verkehr wurde auf das umliegende Straßennetz umgeleitet.
Der Großbrand in dem Entsorgungsbetrieb in Wien-Donaustadt löste am Freitagabend einen stundenlangen Großeinsatz der Feuerwehr aus. Rund 120 Feuerwehrleute standen im Einsatz, um ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude zu verhindern.
Alarmiert wurde die Berufsfeuerwehr Wien gegen 18.00 Uhr zu einem Brand in einer Lagerhalle sowie in angrenzenden Freilagerflächen eines Entsorgungsbetriebes in der Deinleingasse. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatten die Flammen bereits große Teile der Halle sowie gelagertes Material im Außenbereich erfasst. Aufgrund der raschen Brandausbreitung und der starken Rauchentwicklung wurde „Alarmstufe 4“ ausgerufen.
Behinderungen auch bei öffentlichen Verkehrsmitteln
Auch beim U-Bahnverkehr kam es durch den Brand zu Behinderungen: Die U2-Station Stadlau musste laut einer Sprecherin wegen der starken Rauchentwicklung zwischen 18.00 und 19.00 Uhr durchfahren, danach konnte dort aber wieder angehalten werden.
Auch bei den ÖBB gab es Behinderungen: Zwischen Hauptbahnhof und Wien Aspern Nord Bahnhof waren bis 23.59 Uhr keine Fahrten möglich, Fernverkehrszüge würden umgeleitet, hieß es auf der Homepage der ÖBB. Es komme zwischen Wien Hauptbahnhof und Wien Aspern Nord zu Zugausfällen und Verspätungen bis zu 60 Minuten. Nach Mitternacht war die Sperre aufgehoben.
Rauchwolke über Wien
120 Feuerwehrleute im Einsatz
Insgesamt standen bis zu 120 Feuerwehrleute mit 31 Fahrzeugen im Einsatz. Die Brandbekämpfung erfolgte mit mehreren Löschleitungen und Wasserwerfern. Vorrangiges Ziel war es laut Feuerwehr, ein Übergreifen des Feuers auf angrenzende Objekte zu verhindern. Die Löscharbeiten wurden durch die hohe Brandlast, die intensive Rauchentwicklung sowie die Größe des Brandobjekts erheblich erschwert.
Gegen 21.00 Uhr gelang es den Einsatzkräften, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Die vollständige Brandbekämpfung sowie umfangreiche Nachlöscharbeiten dauerten jedoch bis in die Morgenstunden an. Auch am Samstag wurden laut Feuerwehr noch Glutnester abgelöscht und Sicherungsmaßnahmen durchgeführt.
Während des Brandes befanden sich keine Personen in der betroffenen Lagerhalle. Verletzt wurde niemand.
Während des gesamten Einsatzes arbeitete die Berufsfeuerwehr Wien mit der Berufsrettung Wien, der Landespolizeidirektion Wien, der ASFINAG und den ÖBB zusammen. Die Ursache des Brandes ist noch unbekannt. Feuerwehrstadträtin Barbara Novak (SPÖ), die sich selbst vor Ort ein Bild der Lage machte, dankte den Einsatzkräften. „Oberstes Ziel bleibt der Schutz aller Beteiligten und die Sicherheit aller Einsatzkräfte“, erklärte sie.
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