Martyrium für Mutter und Sohn: Mann landet nach 13 Jahren vor Gericht
Die Vorfälle liegen schon lange zurück, vergessen sind sie nicht. Vor allem nicht bei den Opfern. Denn der Mann, gegen den am Dienstag der Prozess eröffnet wurde, soll laut Anklage seiner Frau und dem gemeinsamen Sohn über mehrere Jahre hinweg grausame Qualen zugefügt haben.
Abgespielt hat sich alles in den Jahren 2009 bis 2013. Wöchentlich soll der Mann seiner Frau Schläge und Tritte verpasst haben. Er habe ihr gedroht, sie „mit seiner Pistole zu durchlöchern oder vor die U-Bahn werfen zu lassen“, wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor. Mit all diesen Drohungen habe er verhindern wollen, dass sie sich von ihm scheiden lässt.
Auch Sohn verletzt
Dem nicht genug, weiß die Staatsanwaltschaft auch von Übergriffen gegen den minderjährigen Sohn. Auch diesen soll er regelmäßig geschlagen, getreten und bedroht haben.
Auch er habe über Jahre hinweg zahlreiche Verletzungen erlitten. Beiden habe der Angeklagte darüber hinaus untersagt, irgendwelche Kontakte außerhalb des engsten Familienkreises zu haben; auch das Geld, das die Frau verdient hat, musste sie dem Mann abliefern, darüber hinaus hat der seine Frau zu sexuellen Handlungen genötigt, die laut Anklage Straftaten darstellen.
Der Prozess war nach kurzer Zeit zu Ende. Das Verfahren wurde vertagt. Laut Gerichtssprecherin Christina Salzborn wurde die Einholung eines Gutachtens zur Klärung der Frage der Vernehmungsfähigkeit des Angeklagten beauftragt.
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