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Chronik Wien
07/23/2020

Kleinpartei "Wandel" wirft Strache "illegale Einwanderung" vor

Da er seinen Hauptwohnsitz und Lebensmittelpunkt in Klosterneuburg habe, dürfe er nicht bei der Wien-Wahl kandidieren.

Die Kandidatur von Heinz-Christian Strache bei der Wien-Wahl im Herbst vereiteln will nun die Kleinpartei "Wandel". Sie beruft sich darauf, dass zur Wahl nur Personen antreten dürften, die ihren Hauptwohnsitz und ihren Lebensmittelpunkt in Wien hätten.

Das sei laut Wandel bei Strache nicht der Fall. Zahlreiche Zeitungsberichte, Homestories und eine Firmenanmeldung würden das belegen. „Straches Lebensmittelpunkt ist offensichtlich in Klosterneuburg. Wir gehen davon aus, dass er sich zum Schein in Wien gemeldet hat, damit er hier kandidieren kann“, sagt Wandel-Vorstandsmitglied Christoph Schütter.

Rechtliche Schritte

Die Partei habe nun bei den zuständigen Behörden in Wien sowie Niederösterreich Sachverhaltsdarstellungen eingebracht. „Wir sind guter Dinge, dass wir diese illegale Einwanderung in die Wiener Abgeordnetenimmunität verhindern können“, sagt Schütter weiter.

Ein Sprecher des Team HC weist die Vorwürfe zurück: "Der familiäre, politische und auch im Freizeitleben stattfindende Lebensmittelpunkt von HC Strache ist ganz klar Wien und somit der gemeldete Hauptwohnsitz 1030 Wien", betont er. "Der Geschäfts- und Nebenwohnsitz im Sommer ist Weidling bei Wien."