Strategie für die Ostregion: „Mehr Kapazität und moderne Infrastruktur“
Warten auf die „Baustelle Nordwestbahn“ und unterstützen die Petition "Pendlerfrust": Martin Klus, Gemeinderat Moritz Cermak, Landtagsabgeordneter Georg Ecker, Gemeinderätin Roswitha Bauda und Stadträtin Sabine Fasching unterstützen die Petition.
Die Petition „Pendlerfrust“ der Grünen fordert unter anderem, den geplanten Ausbau der Bahn-Infrastruktur konsequent umzusetzen – auf der Nordwestbahn, Nordbahn, Südbahn oder Laaer Ostbahn. Zudem soll modernes Wagenmaterial auf die Schiene gebracht werden.
„Der teilweise zweigleisige Ausbau der Nordwestbahn wurde im letzten Rahmenplan deutlich nach hinten geschoben“, sagt der Verkehrssprecher der Grünen, Georg Ecker. Ein Teil der Probleme – das Abwarten von Gegenzügen, zum Beispiel in Göllersdorf im Bezirk Hollabrunn – sei auf die langen eingleisigen Abschnitte zurückzuführen, weshalb eine rasche Umsetzung der Ausbauarbeiten notwendig sei.
109 Doppelstockzüge
Um die Probleme der Pendler der Ostregion rasch zu reduzieren, setzt das Land NÖ bereits Maßnahmen, wie es aus dem Büro von Verkehrslandesrat Udo Landbauer (FPÖ) heißt: Gemeinsam mit dem Bund werden 109 neue Doppelstockzüge beschafft, die ab Mitte des Jahres schrittweise in Betrieb gehen.
Das bedeute mehr Platz, mehr Komfort und vor allem mehr Verlässlichkeit für die Pendler. Damit werden auch die letzten nicht barrierefreien Züge auf den Nahverkehrsstrecken in der Stadtregion zwischen Niederösterreich und Wien ersetzt. Bis 2030/31 werden die neuen Züge im Schienenpersonennahverkehr im schnellen Nahverkehr und S-Bahn-Verkehr eingesetzt.
Modernisierungsprogramm als Dreh- und Angelpunkt
„Mehr Kapazität, moderne Züge und eine stabile Infrastruktur.“ Das ist laut Landbauers Sprecher Alexander Murlasits die langfristige Strategie, den Pendlerverkehr der Ostregion weniger störanfällig zu machen. Das Modernisierungsprogramm „S-Bahn Wien Upgrade“ ist laut ÖBB-Sprecher Christopher Seif Dreh- und Angelpunkt der langfristigen Maßnahmen zur Verbesserung.
„Wir investieren bis Ende 2027 rund 1,3 Milliarden Euro in die Modernisierung der Wiener Stammstrecke zwischen Meidling und Floridsdorf sowie in Maßnahmen auf der Nordwestbahn, der Nordbahn und der Südstrecke.“ Durch die Verlängerung der Bahnsteige können künftig moderne und längere Züge unterwegs sein.
Selektiver zweigleisiger Ausbau
Die Ostregion habe auch im Infrastrukturprogramm des Bundes hohe Priorität, wie Jan Hofmann, Sprecher von Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ), versichert: „Bis 2035 sind Investitionen in der Höhe von rund sieben Milliarden Euro vorgesehen.“
Der selektive zweigleisige Ausbau im Abschnitt Stockerau-Retz sei weiterhin vorgesehen. Die Finanzierung der Planung ist im ÖBB-Rahmenplan 2025-2030 enthalten. „Der genaue Zeitplan der Umsetzung ist vor allem von der künftigen Finanzierbarkeit abhängig“, spricht Seif von mehreren 100 Millionen Euro.
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