Chronik | Wien
30.03.2018

Wien bekommt einen neuen Polizeivizepräsidenten

Jurist Michael Lepuschitz erhält den Posten von Karl Mahrer, der in die Politik gewechselt ist.

Die letzte Hürde ist genommen, der Fachausschuss winkte die Bestellung des SPÖ-nahen Juristen Michael Lepuschitz zum neuen Polizei-Vizepräsidenten mit Mehrheit durch. Der Intimus von Generalsekretär Peter Goldgruber (Lepuschitz war gemeinsam mit Goldgruber Personalcoach) erhält damit diese hohe Position, die Übergabe des entsprechenden Dekrets durch Polizeipräsident Gerhard Pürstl ist nur noch reine Formsache.

Laut KURIER-Informationen hatten sich drei Bewerber für die hochrangige Stelle gemeldet, neben Lepuschitz der ÖVP-nahe Generalmajor Karlheinz Dudek und der als eher SPÖ-nahe geltende Leiter der kriminalpolizeilichen Abteilung, Christof Hetzmannseder. Beide erhielten angeblich eine schlechtere Bewertung, mit Lepuschitz soll der bestgereihte den Posten bekommen haben, heißt es aus gut informierten Kreisen. Der Polizeijurist war zuletzt auch als Nachfolger von Michael Kloibmüller als Präsidialchef des Innenministeriums gehandelt worden.

 

Den Posten des Polizeivizepräsidenten hatte bisher Karl Mahrer inne, der allerdings im Herbst ins Parlament wechselte und für die ÖVP derzeit als Polizeisprecher fungiert. Seither war die Stelle vakant. Viele in der Exekutive hatten gehofft, dass ein Offizier (wie etwa Dudek) den Posten bekommt, da der Polizeipräsident (Gerhard Pürstl) und der zweite Vize (Franz Eigner) ebenfalls Juristen sind. Nun wurden allerdings Fakten geschaffen.