© Dominik Schreiber

Chronik Wien
10/15/2019

Neue S-Bahnstrecke durch Wien gefordert

Niederösterreichs Verkehrslandesrat will Druck auf die nächste Bundesregierung ausüben.

von Martin Gebhart

Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs rund um und nach Wien ist eines der Hauptanliegen von Niederösterreichs Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP). Mit seinem Wunsch nach einer neuen S-Bahnstammstrecke durch die Bundeshauptstadt konnte er die Wiener allerdings noch nicht ganz überzeugen. Dennoch machte er am Montag deutlich, dasser in dieser Frage Druck auf die kommende Bundesregierung ausüben wird.

Dass eine neue Stammstrecke durch Wien – teilweise auch unterirdisch – notwendig ist, findet sich als Ergebnis einer Studie. Eigentlich war untersucht worden, ob es sich lohnt, die U-Bahn in das Wiener Umland zu verlängern. Das Ergebnis zielt aber eher auf einen Ausbau der S-Bahnstrecken – verbunden mit einer neuen Stammstrecke von Krems in Richtung Flughafen Wien.

Neue Infrastruktur

Landesrat Ludwig Schleritzko betont: „Hier wird die kommende Bundesregierung große Aufgaben meistern müssen. Dieses Milliardenprojekt muss jetzt auf Schiene gebracht werden. Die neue Regierung sollte den Tunnelbohrern vom Semmering, dem Brenner und der Koralm nach deren Fertigstellung schnellstmöglich den Auftrag erteilen, in die Ostregion zu kommen.“

Für ihn ist das die einzige Möglichkeit, die Autopendler zum Umstieg auf die Bahn zu animieren. „Wien ist für uns ein Flaschenhals und nicht mehr Knotenpunkt. Wollen wir bessere Angebote nach Wien, braucht es eine neue Infrastruktur nach und durch Wien“, sagt Ludwig Schleritzko.

Bevor die Niederösterreicher den Bund überzeugen können, werden auch noch einige Gespräche mit Wien notwendig sein. Dort ist man von der Wichtigkeit einer attraktiven S-Bahn grundsätzlich überzeugt. Dass dazu aber gleich eine neue Stammstrecke notwendig ist, scheint weniger manifestiert zu sein.

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