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Chronik | Wien
07/12/2019

Nach Einbrüchen: Securitys kontrollieren Brandruine jetzt nachts

Wegen Plünderungen in den leerstehenden Wohnungen am Enkplatz wurde nun eine Sicherheitsfirma mit Kontrollen beauftragt.

Nach dem Hausbrand am Wiener Enkplatz im Mai stehen Wohnungen leer. Seitdem haben Einbrecher das Gebäude oft heimgesucht. Mehr als 30 Anzeigen bestätigte die Polizei zuletzt.

In einer Besprechung zwischen Bezirksvorstehung, Polizei und Hausverwaltung wurden Maßnahmen beschlossen. Die ehemaligen Bewohner wurden darüber in einer Aussendung informiert.

Nun  wurde eine Sicherheitsfirma mit regelmäßigen Kontrollen beauftragt. Die Kosten dafür werden von der Versicherung kulanzmäßig übernommen.

Denn Wachpersonal, das rund um die Uhr auf die Ruine schaut, sei vom Sicherungsschutz nicht erfasst und laut Hausverwaltung auch auf Kosten der Wohnungseigentümer nicht zu finanzieren. Die Kosten würden bei 25.000 bis 30.000 Euro liegen.

Absicherung überwunden

Auch die Polizei soll regelmäßig - auch im Hausinneren - nachschauen.

Die Hausverwaltung betont, dass die erfolgten Einbrüche "nicht auf mangelnde Vorsorge zurückzuführen" seien. Die baulichen Absicherungen seien von den Einbrechern überwunden worden. Außerdem hätte man den Bewohnern mehrmals die Gelegenheit gegeben, Wertgegenstände aus ihren Wohnungen zu holen.

Sanierungsbedarf

Außerdem wurden die Bewohner informiert, dass bis Ende Juli feststehen soll, wie hoch der Sanierungsbedarf in allen Wohnungen sei. Den Inhabern der Geschäftslokale im Erdgeschoß soll ab kommendem Montag zumindest der Zutritt wieder ermöglicht werden.

Das komplett abgebrannte Dach werde abgerissen, die provisorische Abdichtung zum 4. Stock wurde abgeschlossen.