© Konstantin Auer

Chronik | Wien
05/14/2019

Nach Brand in Simmering: Drei bis vier Wochen bis zur Rückkehr

Die Straßensperren sind mittlerweile aufgehoben. Bewohner des Dachgeschoßes besichtigen am Dienstag Ersatzwohnungen.

Nach dem Brand in einem Wohnkomplex am Wiener Enkplatz am Samstag, wurde die Simmeringer Hauptstraße am Dienstagvormittag für den Verkehr und die Straßenbahnlinie 71 freigegeben.

Am Sonntag konnten die Bewohner der Stiege 2 Gegenstände aus ihren Wohnungen holen, am Montag folgten vier weitere - der KURIER berichtete. Am Dienstag sollen am Abend schließlich alle Bewohner einmal in ihren Wohnungen gewesen sein, um Gegenstände zu holen. Die Feuerwehr wird heute ab 13 Uhr selbst mit den Bewohnern der Dachgeschoßwohnungen durch den Schutt gehen. "Das ist aber mehr eine emotionale Geste, denn da ist nichts mehr erhalten", heißt es von der Gruppe Sofortmaßnahmen der Stadt Wien.

In drei bis vier Wochen bewohnbar

Die Feuerwehr, Installateure, Statiker und Elektriker sind vor Ort und betreiben Sicherungsarbeiten. "Wenn alles nach Plan läuft, kann Ende der Woche die Stiege 2 bewohnbar gemacht werden", heißt es von der Stadt. Es werde noch geprüft, ob Gas- und Stromleitungen sicher genug sind. Man rechne damit, dass in drei bis vier Wochen alle nicht zerstörten Wohnungen beziehbar sind. "Versprechen können wir das aber nicht, das ist nur unser Fahrplan", sagt ein Sprecher der Guppe Sofortmaßnahmen. Am Dienstag besichtigten die ersten der ehemaligen Bewohner der zerstörten Dachgeschoßwohnungen Ersatzwohnungen, die von Wiener Wohnen vermittelt wurden.

Viele Spenden

Unterdessen hat die Caritas großes Echo auf ihren Spendenaufruf für die Betroffenen des Brandes erhalten. Wie Klaus Schwertner, Geschäftsführer der Caritas der Erzdiözese Wien mitteilte, wurden bereits mehrere tausend Euro nur über Facebook gespendet. Schwertner sprach von „großer Solidarität und Bereitschaft zu helfen. Nachbarschaftshilfe funktioniert großartig“. Alle würden zusammenhelfen, „Bezirk, lokale Vereine, Kirchen“. Darüber hinaus hätten sich viele Simmeringer Firmen gemeldet, die unterstützen wollen. „Derzeit werden keine Sachspenden mehr benötigt. Es gibt bereits ein großes volles Lager“, sagte Schwertner.