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Chronik Wien

Modetrend Upcycling: Wiener Stadthallen-Feeling zum Anziehen

Beim Upcycling werden aus alten Produkten neue designt. So wurde aus Dienstkleidung der Stadthalle eine Modekollektion.

von Laura Franz

12/14/2021, 11:28 AM

Ein altes Gilet mit losen Knöpfen, ein verschlissener Mantel oder eine abgetragene Weste mit lockeren NĂ€hten. KleidungsstĂŒcke wie diese werfen die meisten Menschen in den MĂŒll oder die Altkleidersammlung. FĂŒr das Unternehmen gabarage-upcycling design sind es Rohstoffe, aus denen sie kreative Modetrends erschaffen.

Bereits Anfang dieses Jahres haben sie aus der ehemaligen Dienstkleidung der Wiener Stadhallen eine Taschenkollektion entworfen.

KleidungsstĂŒcke aus alter Dienstkleidung

Nun folgt die passende Modelinie mit dem Namen "inVienna". Alle StĂŒcke sind handgefertigte Unikate aus alten MĂ€nteln und Gilets der Stadthallenmitarbeiter. Insgesamt umfasst die Kollektion 25 verschiedene Teile und die Preise reichen von 35 bis 259 Euro.

Stadthalle freut sich ĂŒber Kooperation

Die Designer von gabarage zeigen, wie die nachhaltige Wiederverwendung von alter Kleidung gelingen kann. Anders als bei klassischen Designern steht am Anfang ihrer Schöpfungen nicht die Idee, sondern ein fertiges, veraltetes Produkt. Daraus ein modernes ModestĂŒck zu entwerfen, erfordert durchaus KreativitĂ€t.

Carola Lindenbauer, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der Wiener Stadthalle, freut sich jedenfalls ĂŒber die Kooperation. Es sei schön zu sehen, "dass der alten Dienstkleidung der Wiener Stadthalle mit originellen Designs neues Leben eingehaucht wird".

Aber gabarage-upcycling design ist nicht das einzige Unternehmen in Wien, dass aus alten Produkten neue Kleidung schafft.

Mode aus Fallschirmen, LKW-Planen und FischfuttersÀcken

Das Label Refished aus Wien stellt aus FischfuttersĂ€cken, Fahnen oder ZementsĂ€cken die verschiedensten Modeaccessoires her. Wichtig dabei ist ihnen vor allem die faire und nachhaltige Produktion. Zu finden ist der Shop im 9. Bezirk in der Sechsschimmelgasse 20. Außerdem gibt es regelmĂ€ĂŸig Pop-Up Stores des Unternehmens, aktuell beispielsweise in der SCS. https://refished.com/

Auf die Herstellung von Schmuck aus ElektromĂŒll hat sich das Unternehmen TrashDesignManufaktur spezialisiert. Die Produkte werden von Personen hergestellt, die schon lĂ€ngere Zeit auf Arbeitssuche sind. Man kann dort aber auch Workshops besuchen und selbst kreativ werden. Der Shop befindet sich in der Vogtgasse 29 (14.,). https://www.trashdesign.at/

KleidungsstĂŒcke aus Fallschirmen, Zelten, Decken und anderen Stoffprodukten stellt das Label km/a her. Das Besondere, sie können auch aus dem persönlichen Lieblingsteil, von dem man sich schon seit Jahren nicht trennen kann, ein neues Trendteil kreieren. Ihr Showroom liegt in der Helfersdorferstraße 6/4 (1.,). http://www.kmamode.com/

Bei dem Unternehmen Freitag handelt es sich um ein Schweizer Label, das den meisten bereits ein Begriff ist. Sie stellen aus alten LKW-Planen, Airbags oder anderen recycelten Kunststoffen RucksĂ€cke, Taschen und KleidungsstĂŒcke her. Ihr GeschĂ€ft in Wien befindet sich in der Neubaugasse 26 (7.,). https://www.freitag.ch/de/store/freitag-store-wien

Das sind nur einige  Unternehmen, die auf den Trend upcycling aufgesprungen sind. Es tauchen laufend neue Labels auf, die aus alten Materialien und Produkte neue Trends schaffen. Bleibt zu hoffen, dass in ein paar Jahren auch die FFP2-Masken wiederverwendet werden und wir sie dann nur noch als Taschen, Jacken oder Rucksack tragen brauchen.

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