Verletzt und misshandelt: Hündin „Mila“ kämpft sich ins Leben zurück

Das Schicksal der kleinen Hündin, die im Votivpark gefunden wurde, bewegt. Nun gab es auch eine Spende der Bezirksvorstehung.
Die schwer verletzte Hündin Mila im "TierQuarTier" Wien.

Hündin Mila ist erst wenige Monate alt - und dennoch hat sie bereits jede Menge hinter sich.

Sie wurde am 2. Februar schwer verletzt und mit Verdacht auf Misshandlung unter einer Parkbank im Votivpark gefunden. Das Team des „TierQuarTier“ Wien nahm sich ihrer an. Bereits bei den ersten Untersuchungen zeigte sich das ganze Ausmaß ihres Leids: Mila leidet nicht nur an einer alten, nie behandelten Fraktur, sondern auch darunter, dass ihr Vorderbein dauerhaft verändert ist. Elle und Speiche sind falsch zusammengewachsen, das Bein ist verkürzt, einzelne Zehen fehlen. Besonders schwer wiegt die Fehlstellung im Ellbogengelenk: Es passt nicht richtig zusammen, eine Stufe im Gelenk führt dazu, dass jede Bewegung für sie zur Belastung wird.

Bei einer aufwendigen Operation wurde der Knochen korrigiert und um zwei Zentimeter verlängert, damit das Gelenk besser zusammenpasst und Mila zumindest die Chance auf ein beweglicheres und schmerzärmeres Leben bekommt.

„Die Verletzungen dieses jungen Hundes sprechen eine deutliche Sprache“, sagte damals Thomas Benda, Betriebsleiter des „TierQuarTier“. Gemeinsam mit dem Veterinäramt der Stadt Wien wurde um Hinweise zu Mila bzw. zu Beobachtungen gebeten. 

Vorsichtige Fortschritte

Mila wurde vergangenen Freitag erneut operiert und erholt sich derzeit von dem Eingriff. Der Heilungsprozess erfordert intensive Betreuung: tägliche Verbandswechsel, absolute Ruhe und engmaschige medizinische Kontrollen. 

„Mila hat die Operation gut überstanden. Jetzt beginnt die entscheidende Phase der Nachsorge. Ihr Weg ist noch lange nicht vorbei, aber sie zeigt jeden Tag, wie viel Lebenswillen in ihr steckt“, so Benda. Trotz allem, was sie erlebt hat, sucht Mila aktiv die Nähe zu Menschen, ist zutraulich und begegnet ihrer Umgebung mit bemerkenswerter Offenheit.

Die schwer verletzte Hündin Mila im "TierQuarTier" Wien.

Das Schicksal der kleinen Hündin bewegte. Zahlreiche Privatpersonen haben das Tierquartier in den vergangenen Wochen mit Geld- und Sachspenden unterstützt und damit einen wichtigen Beitrag zu Milas bisheriger Versorgung geleistet. Auch die Bezirksvorstehung Alsergrund hat nun einen Bollerwagen voller Futter und Leckerlis für Welpen gespendet, Christian Sapetschnig brachte diesen im Tierquartier vorbei. Die Spende kommt natürlich allen Welpen zugute, die derzeit in dem Tierheim betreut werden. 

Weitere Behandlungen nötig

Die Behandlung von Mila ist aufwendig und noch lange nicht abgeschlossen. Operationen, Nachsorge, Medikamente und regelmäßige Kontrollen verursachen hohe Kosten. Wer Mila und andere Tiere im „TierQuarTier“ Wien unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende tun. Jeder Beitrag hilft, Tieren wie Mila die Chance auf ein Leben mit weniger Schmerz und mehr Lebensqualität zu geben. Alle Infos dazu finden Sie HIER.

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