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Zwangsprostitution in Wien: Polizei nimmt vier Verdächtige fest

Internationales Ermittlerteam zerschlug ein Menschenhandelsnetzwerk, das junge Frauen aus Rumänien zur Prostitution zwang.
Eine Frau trägt blaue Socken und rote High Heels auf einem roten Teppich.

Nach internationalen Ermittlungen ist diese Woche ein Menschenhandelsnetzwerk zerschlagen worden, von dem junge Frauen aus Rumänien in Wien zur Prostitution gezwungen wurden.

Am Dienstag gab es in Rumänien acht Hausdurchsuchungen und vier Festnahmen von Tatverdächtigen. In Wien-Favoriten wurden ein Studio in der Triester Straße sowie zwei Wohnungen durchsucht und sechs weibliche Opfer identifiziert, teilte das Bundeskriminalamt (BK) am Freitagabend auf seiner Homepage mit.

Außerdem erfolgte bei den Razzien in Wien die Beschlagnahme von zehn Mobiltelefonen, die nun kriminaltechnisch ausgewertet werden.

Weitere Emittlungen laufen

Weitere Ermittlungen laufen laut BK, da auch zahlreiche Kontrollkarten sichergestellt wurden, deren Inhaberinnen bei der Amtshandlung nicht anwesend waren. Die Behörden prüfen daher, ob weitere Frauen Opfer der kriminellen Organisation wurden.

Die Ermittlungen ergaben, dass die Tätergruppe seit Anfang 2023 arbeitsteilig organisiert agierte. Die rumänischen Frauen wurden unter Vorspiegelung romantischer Beziehungen nach Österreich gelockt und zur Prostitution gezwungen.

Mehr als 20 Opfer

Insgesamt konnten bisher mehr als 20 Opfer identifiziert werden. Nach bisherigen Erkenntnissen erzielte die kriminelle Organisation durch sexuelle Ausbeutung rund 1,5 Millionen Euro. Diese wurden unter anderem für Immobilien und Luxusfahrzeuge ausgegeben. Die Ermittlungen erfolgten laut BK in enger Zusammenarbeit mit Eurojust, Europol sowie dem Landeskriminalamt Wien und der rumänischen Polizei.

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