Mannerschnitten-Lieferung ab jetzt mit E-Lkw

Ab sofort fährt der bekannte rosa Lkw von Manner elektrisch. Politik und Industrie sehen darin einen wichtigen Schritt für die Dekarbonisierung des Schwerverkehrs.
rosa Manner E-LKW

Ab sofort kommt er ohne das gewohnte Motorenbrummen, nur ein leises Surren begleitet den rosa Lastwagen von Manner. Auf den ersten Blick wirkt das Fahrzeug wie ein gewöhnlicher Transporter im bekannten Manner-Design, unter der Haube versteckt sich aber statt eines Dieselmotors ein neuer Elektromotor

Sein Einsatz bleibt aber gleich: er pendelt im Werksverkehr von der Mannerfabrik im 17. Bezirk zum Standort in Wolkersdorf und transportiert Rohstoffe wie Nougat- und Schokoladenmassen.

„Der E-Lkw transportiert Nougat und Schokoladenmasse, die wir hier in Wien produzieren nach Wolkersdorf“, erklärt Dieter Messner, Geschäftsführer vom Unternehmen Manner, im Rahmen der Präsentation des neuen Fahrzeuges. „Das ist eine sehr planbare Strecke. Ich glaube, das ist ein Paradebeispiel, wie man E-Mobilität im Schwerverkehr einsetzen kann.“

Für Manner ist der Schritt Teil einer größeren Strategie. Dekarbonisierung sei ein zentrales Ziel des Unternehmens, so Messner: „Wir haben in den letzten Jahren viele Projekte gestartet – von Wärmepumpen über PV-Anlagen bis hin zu Tests neuer Technologien. Der E-Lkw war der logische nächste Schritt.“

Förderung von 170.000 Euro 

Das Projekt wurde vom Bund mit rund 170.000 Euro gefördert. SPÖ-Mobilitätsminister Peter Hanke betont die Bedeutung solcher Projekte für die Verkehrswende: „Bei der Dekarbonisierung des Schwerverkehrs dürfen wir nicht nur über Personenverkehr sprechen, sondern auch über die Güterlogistik“, so Hanke. „E-Mobilität ist die Technologie der Zukunft.“

Ziel sei es, den Einstieg in die elektrische Logistik zu erleichtern und gleichzeitig Ladeinfrastruktur mit aufzubauen. „Diese Förderung ist wichtig, weil wir am Anfang der Entwicklung stehen“, sagt Hanke.

Geliefert wurde das Fahrzeug von MAN Truck & Bus. Geschäftsführer Rudi Kuchta sieht den Einsatz als realistischen Anwendungsfall: „Ich glaube wir haben hier ein gutes Beispiel gesetzt. Es ist aber wichtig, dass Unternehmen Zugang zu einer funktionierende Ladeinfrastruktur haben und ihren Strom günstig und nachhaltig beziehen können.“ Besonders effizient werde es, wenn Betriebe eigene Photovoltaik oder Energiespeicher nutzen.

Mehr Fahrzeuge sollen folgen 

Bei der beliebten Wiener Manufaktur Manner soll es zukünftig aber nicht nur bei einem elektrobetriebenen Fahrzeug. „Die Förderung für den zweiten Lkw ist bereits durch, der wird demnächst geliefert“, sagt Manner-CEO Messner. Auch kleinere Lieferfahrzeuge im Stadtgebiet sollen künftig elektrifiziert werden.

Der rosa Lkw ist damit kein Einzelprojekt, sondern Teil einer schrittweisen Umstellung. Oder, wie es der Minister Hanke zusammenfasst: „E-Mobilität ist auch im Schwerverkehr angekommen – und solche Projekte zeigen, dass es bereits funktioniert.“

Kommentare