Gemüse aus Wien wird ab sofort teurer

In den Supermärkten steigen die Preise für Gemüse und Wein.
Frau kauft mit Korb ein

Der Krieg im Iran hinterlässt nun auch in der Wiener Landwirtschaft seine Spuren: Die Produktionskosten für heimisches Gemüse sind deutlich gestiegen, und das schlägt sich ab sofort in den Supermarktpreisen nieder.

Sprit für Traktoren, Gas zum Beheizen der Glashäuser oder teurere Verpackungen durch steigende Papier- und Plastikpreise treiben die Kosten für die Bauern nach oben, sagt Norbert Walter, Präsident der Wiener Landwirtschaftskammer. „Ganz genau kann man es noch nicht sagen, aber ich gehe davon aus, dass wir schon von 15 bis 20 Prozent reden werden.“

Wein ebenfalls betroffen 

Auch Martin Flicker, Produzent von Salatgurken in Wien, bestätigt diese Einschätzung. Die derzeitige Unsicherheit drücke zudem auf die Investitionsfreude der Landwirte. „Es ist schwieriger geworden, langfristige Planungen zu machen“, sagt Flicker. Die gestiegenen Produktionskosten müssen nun an die Konsumenten weitergegeben werden, betont Josef Peck von der Erzeugergemeinschaft LGV Sonnengemüse. 

Wie lange die Preiserhöhungen anhalten sollen, kann Peck noch nicht sagen. Die Preisverhandlungen mit den großen Handelsketten sollen sich dabei schwierig gestalten. 

Neben Gemüse soll aber auch Wein teurer werden. „Wenn die Flasche teurer wird, das Papier für das Etikett teurer wird und der Diesel auf den Hektar drückt, dann müssen wir diese Preise irgendwo am Markt unterbringen“, erklärt Kammerpräsident Walter.

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