Eigentümerin sucht Käufer: ÖVP hat Pläne für kika/Leiner-Standort
Seit rund eineinhalb Jahren steht das markante grüne Haus in der Hadikgasse 256 leer. Nun fordert die ÖVP Penzing eine Nachnutzung, von der die Bevölkerung profitiert: Ein Jugendtreff, eine Sport- und Mehrzweckhalle, Co-Working-Plätze, ein Bürgerservicezentrum sowie ein begrünter Dachpark sollen den Standort zum „neuen Treffpunkt im Wiener Westen“ machen.
„Verunsicherung der Bevölkerung“
Während die ÖVP konkrete Pläne für eine Nachnutzung präsentiert, heißt es aus der SPÖ-geführten Bezirksvorstehung Penzing, dass „keinerlei Informationen über diese Thematik“ vorlägen. Es handle sich um ein Privatgrundstück, Spekulationen über eine Nachnutzung würden „nur zur Verunsicherung der Bevölkerung beitragen“.
Gespräche laufen
Dass Bewegung in die Zukunft des Standorts kommen könnte, bestätigt die Eigentümerin, die Supernova-Gruppe. Das Unternehmen teilt dem KURIER mit, dass derzeit Gespräche mit Interessenten laufen. Konkrete Ergebnisse seien aber noch nicht spruchreif. Ziel sei es, „das Objekt möglichst bald zu verkaufen, um das Gebäude wieder dem Wirtschaftskreislauf zuzuführen“. Weitere Details zu den laufenden Gesprächen nennt Supernova nicht. Ob sich darunter auch öffentliche Interessenten befinden, ließ das Unternehmen offen.
Wunsch der ÖVP
Nach den Vorstellungen der ÖVP Penzing soll auf dem Areal ein „Bürgerhaus“ entstehen. Neben einem ganzjährig geöffneten Jugendtreff und einer Sport- und Mehrzweckhalle schweben dem ÖVP-Bezirksparteichef Markus Eisenbock auch Co-Working-Flächen, Cafés sowie ein One-Stop-Shop des Bürgerservices vor. Auf dem Dach soll ein öffentlich zugänglicher, begrünter Rooftop-Park mit Aussichtsplattform entstehen, der gemeinsam mit und Anrainern gestaltet werden soll.
Anrainer-Initiative
„Unter Einbeziehung der Anrainer und aller interessierten Menschen im Wiener Westen haben wir jetzt tatsächlich die Chance, ein Fundament für die nächsten Jahrzehnte zu legen“, sagt Eisenbock. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass die Stadt Wien das Gebäude anmiete oder sogar ankaufe und der Bevölkerung langfristig zur Verfügung stelle. Der Standort eigne sich wegen seiner zentralen Lage und der Anbindung an die U4 sowie Buslinien besonders für eine öffentliche Nutzung; auch Parkplätze seien vorhanden.
Im zuständigen Magistrat will man die Forderungen der ÖVP nicht kommentieren. Auch zu möglichen Plänen der Stadt gibt es keine Antwort. Auf KURIER-Anfrage wird lediglich darauf verwiesen, dass die Stadt grundsätzlich „bestrebt“ sei, „für solche Gebäude sinnvolle, adäquate Nutzungen zu ermöglichen“.
Auch Forderungen der KPÖ
Neu ist die Debatte um die Zukunft des ehemaligen Möbelhauses nicht. Bereits in den vergangenen Monaten hatte sich die auch KPÖ Penzing mit Ideen für eine Nachnutzung eingebracht. Sie sprach sich unter anderem für ein Nachbarschaftszentrum sowie Bildungs-, Kultur- und Sozialeinrichtungen aus.
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