Chronik | Wien
15.11.2018

Kickl bestätigt Pläne für ein "Super-BVT"

Nach KURIER-Bericht enthüllte der Innenminister weitere Details zum geplanten Umbau.

Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) hat die geplante Aufstockung des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) am Donnerstag bestätigt. Der KURIER hatte vergangene Woche Pläne enthüllt, wonach ein "Super-BVT" mit rund 100 Mann zusätzlich gebaut wird. Die Generaldirektorin für die Öffentliche Sicherheit, Michaela Kardeis, sprach davon, dass der Verfassungsschutz ein "Schmuckkästchen" werden soll.

Kickl sagte im Ö1-Mittagsjournal, dass es sich bei den 100 zusätzlichen Beamten nicht um gänzlich neues Personal handle. Kein Ziel der Reform ist laut Kickl die Neu-Ausschreibung des Postens von BVT-Direktor Peter Gridling. Die Pläne zur Reform des Verfassungsschutzes bestätigte Kickl: Demnach soll das BVT um 100 Personen aufgestockt werden, effektiv neu seien aber nur 40 zur Umsetzung des „Informationssicherheitsgesetzes“ vorgesehene Mitarbeiter. Das zusätzliche Observationspersonal (40 Personen) soll aus der Direktion für Sondereinheiten übersiedeln, 20 Mitarbeiter sind für Informationsbeschaffung und Analyse vorgesehen. „Umfärbungen“ werde es nicht geben, versicherte Kickl - auch die Neuausschreibung des BVT-Direktors sei kein Ziel der Reform.

Extremismuschefin darf bleiben

Die von führenden Ministeriums-Mitarbeitern zur Pensionierung gedrängte Leiterin des Extremismusreferats kann laut Kickl bleiben. Im Untersuchungsausschuss hatte die auch für Ermittlungen gegen Rechtsextreme zuständige Beamtin ausgesagt, dass sie in die Pension abgeschoben werden sollte - und zwar (wie die Generaldirektorin für Öffentliche Sicherheit bei einer internen Untersuchung sagte) auf Drängen eines engen Mitarbeiters von Kickls Generalsekretär Peter Goldgruber. Kickl will die Beamtin nun aber im Amt lassen: „Warum sollte die Dame nicht bleiben? Die macht hervorragende Arbeit.“