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© REUTERS/MARK KAUZLARICH

Innenstadt
01/03/2017

Junger Pokemonjäger im Wiener Stadtpark beraubt

Gruppe beraubte Zwölfjährigen. Das Opfer wurde verletzt, nach den unbekannten Räubern wird gefahndet.

Ein zwölfjähriger Bub ist am späten Montagnachmittag im Wiener Stadtpark von einer Gruppe Burschen im Alter zwischen elf und 14 Jahren beraubt worden, während er und ein gleichaltriger Freund mit ihren Mobiltelefonen Jagd auf Pokemons machten.

Dem Buben wurde das Handy entrissen, wobei er gestoßen und leicht verletzt wurde, berichtete die Polizei am Dienstag. Die Täter konnten flüchten.

Die beiden Zwölfjährigen spielten im Stadtpark in der Wiener Innenstadt das Smartphone-Spiel "Pokemon Go", als sie nahe dem Ententeich von vier Burschen angesprochen wurden. Zuerst sollten die beiden um die Wette laufen. Nach kurzer Diskussion entriss einer der Täter einem der Buben das Mobiltelefon.

Das Opfer wurde zudem gestoßen und erlitt Abschürfungen im Kniebereich. Die unbekannten Räuber flohen zu Fuß in Richtung Gartenbaukino, nach ihnen wird gefahndet.

Immer wieder kommt es in Wien zum Raub von Handys. Oft sind es Jugendliche, manchmal auch junge Erwachsene. Zahlen, wie oft in Wien Handys gestohlen werden, erhebt die Polizei nicht. In der Statistik wird nur unterschieden zwischen "Raub" und "schwerem Raub". Und unter den Raub fallen etwa auch Diebstähle von Handtaschen oder Suchtgift.

"Was wir sagen können, ist, dass die Anzahl aller Raub-Delikte von 2015 auf 2016 um 13 Prozent gesunken ist", sagt Polizeisprecher Patrick Maierhofer. Werden die Verdächtigen geschnappt, müssen die unter 14-Jährigen – sie sind nicht strafmündig – mit einem Besuch des Jugendamts bei den Eltern rechnen. Beim 14-Jährigen kommt es entweder zu einer Belehrung durch den Staatsanwalt, zu einer Diversion oder – im schlimmsten Fall – zu einem Strafverfahren.

"Pokemon Go"-Spieler legten 8,7 Milliarden Kilometer zurück

Spieler von "Pokemon Go" haben laut Angaben des Entwicklers Niantic seit dem Sommer zusammen genommen mehr als 8,7 Milliarden Kilometer zurückgelegt. Die Strecke, die zum 7. Dezember ermittelt wurde, entspreche mehr als 200.000 Reisen um die Welt. Demnach fingen die Nutzer des Smartphone-Spiels unterwegs mehr als 88 Milliarden Pokemon.

Die Google-Tochter Niantic hatte das Smartphone-Spiel mit den populären Pokemon-Figuren von Nintendo im Juli veröffentlicht. Die App wurde inzwischen mehr als 600 Millionen Mal heruntergeladen, die Zahl aktiver Spieler ist aber nicht bekannt.

Aufgabe des Spielers ist es, Pokemon zu fangen. Die Figuren erscheinen dabei mit Hilfe der Kamera in der realen Umgebung auf dem Smartphone-Bildschirm.

Vor rund acht Tagen kamen Forscher an der Harvard T.H. Chan School of Public Health allerdings zu einem anderen Ergebnis, was den Gesundheitseffekt angeht. "Pokemon Go" führe keineswegs zu mehr Bewegung der Spieler, so das Fazit der Forscher. Demnach hatte eine Gruppe von Spielern in der ersten Woche lediglich 955 Schritte mehr als eine nicht spielende Vergleichsgruppe zurückgelegt. In den folgenden Wochen habe sich der Studie zufolge die Schrittzahl wieder nahezu angeglichen.
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