Bezirk beschließt: Ein Dorfplatz für die Josefstadt
Es ist fix: Der Josef-Matthias-Hauer-Platz wird umgestaltet. Seit 15 Jahren wird die Umgestaltung des Platzes im Bezirk intensiv diskutiert, in der Bezirksvertretung wurde sie am Mittwoch final beschlossen.
„Mit der Umgestaltung zum Dorfplatz setzen wir um, was wir den Menschen versprochen haben“, sagt Bezirkschef Martin Fabisch (Grüne). Künftig soll dort Platz für Straßenkonzerte oder Bauernmärkte sein; außerdem werden die Grünflächen auf 560m2 erweitert. 2025 fand eine bezirksweite Befragung zur möglichen Umbau statt, bei der sich 75 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mehr Bäume und Begrünungen gewünscht hätten. Dieser Wunsch wird jetzt also erfüllt: Der Plan sieht nämlich auch 22 neue Bäume und Hochsträucher vor.
Durch die Verlegung der Bim-Haltestellen wird das Areal auch verkehrsberuhigt. Die Maßnahme soll barrierefreies Ein- und Aussteigen ermöglichen. Die Straßenbahnlinien 5 und 12 verkehren aber weiterhin. Der Baustart ist für September angesetzt. Sie sollen voraussichtlich ein Jahr lang andauern.
Finanzielle Grenzen
Die Neugestaltung stößt aber nicht überall auf Jubel: „Die veranschlagten Kosten von 2,6 Millionen Euro würden den Bezirk auf Jahre hinaus an seine finanziellen Grenzen bringen“ – und Projekte wie die Sanierung des Kindergartens gefährden, so die Bezirks-Neos. Grundsätzlich sei man aber nicht gegen die Umgestaltung, heißt es weiter.
Die ÖVP8 sieht indes auch "die geplante Totalsperre des Platzes für den motorisierten Individualverkehr" kritisch. Der Verkehr werde in Nebenstraßen verlagert und würde neue Staupunkte kreieren, so ÖVP8-Parteiobmann Adam Christian.
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