Große Suchaktion in Wien: Autistisches Mädchen (6) verschwunden
Polizeihubschrauber suchte nach den Flüchtigen.
Bange Stunden für eine Wiener Familie: Ein sechsjähriges autistisches Mädchen ist am gestrigen Nachmittag in Liesing plötzlich verschwunden. Das Kind war im Bereich Bickgasse/Breitenfurter Straße in einem unbeobachteten Moment davongelaufen. Die verzweifelten Eltern alarmierten sofort den Polizeinotruf.
Die Eltern informierten die Beamten, dass das Mädchen sehr naturverbunden sei, einen Hang zu Blumen habe und sich daher in einem Park befinden könnte.
Auch Drohe im Einsatz
Daraufhin startete die Wiener Polizei eine großangelegte Suchaktion- nicht zuletzt deshalb, weil es zu einem Fluss - der Liesing - nicht weit war. Zahlreiche Einsatzkräfte der Stadtpolizeikommanden Meidling und Liesing, die Bereitschaftseinheit sowie die Polizeidiensthundeeinheit rückten aus. Auch ein Polizeihubschrauber und eine Drohne kamen zum Einsatz.
Spur verlor sich am Bahnhof
Zunächst durchkämmten die Beamten angrenzende Straßen, Wohnhausanlagen und Parkanlagen. Weil das Mädchen weiterhin verschwunden blieb, wurde die Suche ausgeweitet. Ein Polizeidiensthund nahm schließlich die Spur des Kindes auf. Diese führte entlang des Flusses Liesing bis in Richtung Bahnhof Liesing – dort verlor sich die Fährte allerdings.
Die Sorge der Eltern und Einsatzkräfte wuchs mit jeder Minute. Erst nach rund zweieinhalb Stunden gab es Entwarnung: Passanten entdeckten das Mädchen in der Anton-Baumgartner-Straße und verständigten sofort die Polizei. Das Kind konnte schließlich wohlbehalten seinen erleichterten Eltern übergeben werden. Einem Polizeisprecher zufolge war das Kind sichtlich erleichtert, seine Erziehungsberechtigten wiederzusehen. Wo die Sechsjährige unterwegs war und warum sie davongerannt war, ließ sich bisher nicht rekonstruieren.
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