Gefährliche Projekte: 11.000 Verletzte beim Heimwerken
Mit dem Handwerkerbonus sollen bekanntlich die Arbeitsleistungen von Handwerkern gefördert werden.
Die Temperaturen steigen und damit auch der Drang vieler, im eigenen Garten oder Zuhause einige Verschönerungsarbeiten durchzuführen. Das kann aber gefährlich werden, wie eine Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) nun zeigt: Im vergangenen Jahr verletzten sich knapp 11.000 Heimwerker so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten.
Rund 75 Prozent der Befragten der KfV-Studie gaben an, in den vergangenen zwölf Monaten zumindest einmal Heimwerkerarbeiten durchgeführt zu haben. Dabei schrecken 30 Prozent auch nicht vor Arbeiten mit Elektrik der Geräten zurück. Ebenso trauen sich 30 Prozent Arbeiten in der Höhe zu.
Männer wesentlich gefährdeter
Männer trauen sich solche Do-it-yourself-Projekte mti 38 Prozent übrigens weitaus häufiger zu als Frauen mit 18 Prozent. Das zeigt sich auch in der Unfallstatistik: Männer führen diese mit 81 Prozent der spitalsbehandelten Unfälle in Bereich Heimwerken an.
„Von offenen Wunden über Knochenbrüche und Sehnen- und Muskelverletzungen bis hin zu Amputationen ist die Liste an Verletzungen bei Heimwerkarbeiten lang. Einfache Vorsichtsmaßnahmen können hier unter anderem die Finger schonen und schwere Verletzungen verhindern“, sagt Johanna Trauner-Karner, Leiterin des Bereichs Sport- und Freizeitsicherheit im KFV.
Die Top 5 der Verletzungen sind:
- Stürze: 30 Prozent
- Schnitte: 29 Prozent
- Zusammenstöße mit Objekten: 22 Prozent
- schmerzhafter Kontakt mit einer Maschine: 9 Prozent
- Quetschungen bzw. Einklemmungen: 6 Prozent
Die Ursachen für die Verletzungen sind besonders häufig Ablenkung, Hektik und Unachtsamkeit sowie Überforderung und Selbstüberschätzung. Zudem gab mehr als ein Drittel der Befragten an, sich vor Beginn eines Projekts keinerlei Gedanken über mögliche Gefahren und Unfallrisiken zu machen.
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