2.563 Wünsche für den neuen Franz-Jonas-Platz in Floridsdorf
Das Amtshaus in Floridsdorf ist an diesem Nachmittag gut besucht. Unter den Bürgern, die sich am Donnerstagnachmittag im Festsaal einfinden, sind auch einige, die am Beteiligungsverfahren rund um den Franz-Jonas-Platz mitgemacht haben.
Rund 2.600 Menschen haben ihre Wünsche für die Umgestaltung des Platzes deponiert. „Die Bürger haben nicht nur zahlreich, sondern auch sehr differenziert ihre Wünsche eingebracht“, betont Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ). Genau solche Beteiligungsprozesse würden dafür sorgen, dass nicht am Besprechungstisch entschieden wird, sondern dort, wo das Leben spielt.
Bis 2029 Arbeiten abgeschlossen
Bis zum Jahr 2029 soll der Vorplatz des Floridsdorfer Bahnhofs umfassend neu gestaltet werden. Geht es nach den Bewohnern, dann braucht es vor allem mehr Aufenthaltsqualität, mehr Sicherheit, eine bessere Orientierung und zusätzliche Grünflächen.
Besonders für den letzten Punkt stimmte ein Großteil der Teilnehmer: 71 Prozent wünschen sich großkronige Bäume, begrünte Dächer sowie Wildblumenflächen. 42 Prozent erhoffen sich dadurch unter anderem mehr Schattenbereiche. „Ich würde mir wünschen, dass der Bereich eine Begegnungszone wird. Mehr Grün brauche ich persönlich nicht unbedingt, ein Bahnhofsvorplatz ist ja kein Park und wir haben in Floridsdorf genug Möglichkeiten, ins Grüne zu gehen“, sagt eine Anwohnerin.
Das Alkoholverbot am Franz-Jonas-Platz bleibt unbefristet.
Um den Platz lebendiger zu gestalten, wollen die Floridsdorferinnen und Floridsdorfer weiters zusätzliche attraktive Sitzgelegenheiten, wettergeschützte Bereiche, Trinkbrunnen, kostenlose Toiletten, WLAN und Ruhezonen – insbesondere für Jugendliche und Ältere.
Bessere Orientierung
Außerdem empfinden viele den Franz-Jonas-Platz als unübersichtlich. Gefordert wird deshalb eine eindeutigere Wegführung mit klaren Sichtachsen zwischen Bahnhof, Pius-Parsch-Platz, Franklinstraße und Müller-Passage sowie barrierefreie, rutschfeste Oberflächen in diesem Bereich.
Straftaten auf "Tiefstand"
Auch wenn der Franz-Jonas-Platz ein Verkehrsknotenpunkt bleibt, wollen die Bewohner, dass der Autoverkehr reduziert wird und der Fuß- und Radverkehr besser an den Platz angebunden wird. Auch in puncto Sicherheit haben die Floridsdorferinnen und Floridsdorfer Verbesserungswünsche. So sollten die Unterführungen stärker beleuchtet werden und mehr Sicherheitskräfte der Polizei sowie Sozialarbeiter vor Ort im Einsatz sein.
Zufrieden zeigt man sich im Bezirk mit dem Alkoholverbot, das seit vergangenem Jahr am Franz-Jonas-Platz gilt. Das Verbot bleibt jetzt unbefristet, wie die Stadt Ende Jänner bekanntgab. Begründet wird das mit einer „Erfolgsbilanz“, Beschwerden und strafbare Handlungen seien auf einem Tiefstand.
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