© Kurier/Gilbert Novy

Chronik Wien
07/27/2020

FPÖ wettert gegen Umbenennung der Wiener Mohrengassen

Leopoldstädter Freiheitliche erkennen keinen Rassismus hinter "traditionellen Straßennamen".

von Bernhard Ichner

Die FPÖ-Leopoldstadt spricht sich klar gegen jede Überlegung aus, die beiden Mohrengasse umzubenennen, "nur weil eine Handvoll Verwirrter“ in den traditionellen Straßennamen „Rassismus und Diskriminierung" orte.

“Die Mohrengassen tragen ihren Namen seit über 170 Jahren und erinnern wohl an Kaffeehäuser, die dort einst betrieben wurden", argumentiert FPÖ-Bezirksparteiobmann Wolfgang Seidl.

Alle Verbindungen, Erinnerungen und Hinweise auf Afrikaner und deren geschichtlichen Konnex zu Wien aus dem Straßenbild verbannen zu wollen, wäre nicht antirassistisch, „sondern genau genommen eigentlich das Gegenteil“, findet Seidl.

"Diskussion beenden"

Eine OGM-Umfrage unter 800 Wienern hatte zuletzt ergeben, dass 83 Prozent der Befragten - darunter auch Grünwähler - von einer Umbenennung und den damit verbundenen Kosten ebenfalls nichts wissen wollen. Für Seidl der Anlass, die Diskussion zu beenden.

„Rot-Grün darf sich nicht von ein paar verwirrten Aktivisten vor den Karren spannen lassen. Die Sache ist erledigt - die Mohrengassen werden nicht umbenannt“, poltert Seidl.

Anderer Meinung ist man bei jener Initiative, die die beiden Mohrengassen aus dem Stadtbild entfernt sehen möchte. Die Namen seien rassistisch und diskriminierend, heißt es.

So mancher ließ sich bereits überzeugen. Erst vor Kurzem wurde etwa entschieden, die Mohren-Apotheke im ersten Bezirk nach 670 Jahren umzubennen.

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