Am Unfallort: Falco-Gedenkstätte wird mit Livestream eröffnet
Der österreichische Popstar Falco ist gestern 06-02 in der Dominikanischen Republik bei einem Autounfall ums Leben gekommen.
Von Franziska Trautmann
Am 6. Februar 1998 verunglückte Österreichs Ausnahmekünstler Falco, Johann Hölzel, bei Puerto Plata in der Dominikanische Republik. Nun erhält der Musiker eine Gedenkstätte, genau an jener Stelle, an der er vor 28 Jahren umkam.
Bisher zierten dort Trauerschleifen, ein Kreuz und ein Foto des Musiker eine wenig schmuckhafte Betonwand. Die wird nun durch das "Falco Memorial" ersetzt, errichten ließ das die Falco Privatstiftung. Gestaltet ist die Gedenkstätte "Falco entsprechend" aus Marmor, wie man ankündigt. Die feierliche Eröffnung findet erst am 19. Februar, seinem Geburtstag, statt.
"Falco verdient eine Gedenkstätte"
Die Idee eines Memorials stand laut Wolfgang Kosmata von der Falco Privatstiftung schon seit Jahren im Raum. Konkrete Pläne wurden aber erst vor circa einem Jahr gefasst. Die Umsetzung Vorort funktionierte mit einem ortsansässigen Kontakt von Kosmata, dadurch konnte die Organisation des Baus abgewickelt werden.
Zu den Kosten möchte Kosmata vorerst gegenüber dem KURIER nichts sagen, denn "die Wertigkeit des Memorials soll sich auf Falco beziehen, nicht auf Geld". Für Kosmata hätte das der Musiker verdient.
In den nächsten Tagen möchte Kosmata auch selbst hinfahren, um bei den Vorbereitungen der Eröffnung zu helfen. Zu den Feierlichkeiten sind laut ihm auch viele bekannte Namen aus der Musikszene und aus Falcos Leben eingeladen.
Livestream und Videobotschaft von Ex-Bandmitgliedern
Obwohl es die Band "Die Goldfisch´" mit Originalmitgliedern der Falco-Band nicht zur Eröffnung schaffen wird, senden sie ein Video von ihrem Musikauftritt aus dem legendären Club U4 an dem Tag zu.
Generell wird mit vielen Videonachrichten gerechnet und darüber freut sich Kosmata. "Derzeit ist auch geplant die Eröffnung live zu streamen", kündigt er an. Außerdem soll zu ehren von Falcos Geburtstag auch ein neues Geburtstagslied für ihn gespielt werden.
Mit der Gedenkstätte entstehe erstmals eine dauerhafte offizielle Gedenkstätte am Unfallort, die Falcos außergewöhnliches künstlerisches Vermächtnis über Länder- und Sprachgrenzen hinweg sichtbar machen soll und seine internationale Bedeutung nachhaltig unterstreiche.
Die Falco Privatstiftung hat sich zur Aufgabe gemacht, Leben, Werk und internationale Bedeutung Falcos dauerhaft zu bewahren.
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