© Michaela Reibenwein / Kurier

Chronik Wien
05/25/2020

Fäkalien-Attacke auf Wiener Landesgericht

Als der Angreifer von der Polizei angehalten wurde, war er sich keiner Schuld bewusst. Das Landesgericht musste teilweise gesperrt werden.

von Markus Strohmayer, Michaela Reibenwein

Gegen 9.30 Uhr betrat am Monagvormittag ein Mann das Foyer des Landesgerichts beim Eingang Landesgerichtsstraße. Laut einer Sicherheitsmitarbeiterin stellte er kurz darauf Kloppapierrollen am Boden ab. Im nächsten Moment holte er zwei Glasflaschen hervor und warf diese über die Sicherheitskontrolle. Gefüllt waren die Flaschen mit Fäkalien.

KURIER-Gerichtsreporterin Michaela Reibenwein verließ kurz nach dem Angriff einen Prozess und berichtet von bestialischem Gestank und einem völlig verdreckten Eingangsbereich. Der Eingang musste wegen der andauernden Reinigungsmaßnahmen sogar gesperrt werden. Der Zugang zum Gericht ist derzeit nur über die Wickenburggasse möglich.

Mutmaßlicher Täter flüchtete

Der "Stinkbomben-Werfer" ergriff danach die Flucht. Eine Sicherheitsmitarbeiterin nahm die Verfolgung auf. Beim Überqueren der Landesgerichtsstraße kam zufällig ein Polizeiauto vorbei, das den Flüchtenden anhalten konnte. Er soll sich keiner Schuld bewusst gewesen sein.

Der Grund für seine Wurfattacke ist derzeit noch unbekannt. Kurios ist zudem die Tatsache, dass er auch Klopapier abstellte. Die Rollen steckten laut Augenzeugen in Banderolen mit Schweizer Aufdruck.

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