Was passiert mit all den ESC-Bannern nach dem Großevent?

Derzeit sind überall Webemittel für den ESC zu sehen. Doch was passiert nach dem Event damit?
Anna Perazzolo
++ THEMENBILD ++  WIENER STADTHALLE MIT EUROVISION SONG CONTEST (ESC) BRANDING

Am Eurovision Song Contest kommt man nicht vorbei. Mit diesem Versprechen (oder dieser Drohung?) hat der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) nicht übertrieben, als er bei einem Medientermin darüber sprach, was die Stadt rund um den ESC alles plant.

Egal wohin man flieht, das knallige Violett verfolgt die Wienerinnen und Wiener in der gesamten Stadt. Brunnen werden beklebt, WienMobil-Leihräder tragen das Logo auf ihrer Plastikabdeckung. Dabei hat der große Rummel noch gar nicht angefangen. Das ESC-Village wird erst aufgebaut, sogar die Brücken sollen in passenden Farben beleuchtet werden. Kein Entrinnen also. Was aber passiert mit all dem Zeug, wenn das ganze Spektakel erst einmal vorbei ist? Wohin mit all den violetten Bannern?

Satt sehen an der Farbe

Bei der Stadt Wien scheint es diesbezüglich derzeit eine Idee zu geben, das Konzept dürfte allerdings noch nicht ganz feststehen. „Wir planen, einen großen Teil unserer Planen und Banner beim Eurovision Village am Rathausplatz nach der Veranstaltung einer Nachnutzung zuzuführen“, heißt es vom Stadt Wien Marketing auf KURIER-Anfrage.

Wie genau diese „Nachnutzung“ aussieht, ist noch nicht klar. Derzeit werden aber „Angebote bei mehreren sozio-ökonomischen Betrieben eingeholt“, wird berichtet. Es bleibt also spannend.

Weiter in der Planung ist der ORF. Auf Streuartikel oder kurzlebige Werbemittel werde verzichtet, heißt es. Große Werbebanner, Bauzaunplanen und andere textile Dekorationselemente gibt es. Diese sollen aber nicht entsorgt, sondern dem Wiener Unternehmen „Gabarage Upcycling Design“ übergeben werden, das die Stoffe zu Taschen oder Accessoires verarbeiten wird.

Der ESC wird damit also länger in Wien gastieren als nur für eine Woche. Bleibt also zu hoffen, dass sich die Wienerinnen und Wiener nicht an dem knalligen Violett satt gesehen haben. Daran vorbei kommen sie derzeit ja nicht.

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