Holzunterstand des Camps stand binnen kürzester Zeit in Vollbrand

© Lobau-bleibt

Chronik Wien
01/02/2022

Ermittlungen zum mutmaßlichen Brandanschlag auf das Lobau-Camp

Analyse von vermulich verschüttetem Brandbeschleuniger läuft.

von Wolfgang Atzenhofer

Zum gefährlichen Brand im Wiener Camp der Lobautunnel-Gegner in der Nacht auf den Silvestertag, bei dem mehrere junge Klimaaktivisten gefährdet waren, laufen die Ermittlungen der Polizei auf Hochtouren.

Binnen kürzester Zeit war die zweistöckige hölzerne Hütte lichterloh in Flammen gestanden. Es seien Spuren gesichert worden, die auf Brandstiftung hindeuten würden und auch erste Erkenntnisse gewonnen worden, berichtete der Sprecher der Wiener Polizeidirektion  Markus Dittrich am Sonntagvormittag.

Analysen

Ergebnisse von Analysen eines möglichen flüssigen Brandbeschleunigers, der zum Zeitpunkt des Brandausbruchs um 2 Uhr Früh in der zweistöckigen Holzhütte im Protestcamp wahrgenommen wurde, gibt es noch keine Analyseergebnisse, schilderte Dittrich zum aktuellen Stand. Die Ermittlungen werden von Beamten des Verfassungsschutzes und den Brandspezialisten der Wiener Polizei geführt. Nähere Angaben, ob vielleicht auch schon Verdächtige ins Visier der Beamten geraten sind, konnte Dittrich nicht machen.

Der vermutliche Brandanschlag auf die Klimaaktivisten des Camps, das behördlich nicht genehmigt ist, sorgte für große Empörung.   Seitens der politischen Parteien gab es bis auf die FPÖ mahnende Statements. Innenminister Gerhard Karner kündigte schonungslose Aufklärung „mit Hochdruck“ an.

Die jugendlichen Tunnelgegner blieben zum Glück unverletzt.  Anwesende hatten laut Polizeiangaben einen Radfahrer gesehen und den Brandbeschleuniger wahrgenommen. Das bestätigte auch Lena Schilling, die Sprecherin von „Lobau bleibt“: „Es waren Aktivisten und Aktivistinnen in der Holzhütte. Alle sind zum Glück rechtzeitig herausgekommen.“ Schilling weiter: „Ich will mir gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn alle geschlafen hätten.“ Über das Motiv könne man bisher nur rätseln. „Wer immer dafür verantwortlich ist, muss gewusst haben, dass sich im Witterungsschutz Personen befanden“, sagte die Sprecherin. „Wir sind schockiert, aber wir werden uns nicht von unserem Ziel abbringen lassen“.

 

 

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