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St. Stephan: Dompfarrer Faber vorzeitigem Ruhestand offen gegenüber

Nach Kritik nach öffentlichen Auftritten mit weiblicher Begleiterin. Mit Erzdiözese in "guten Gesprächen".
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Der Dompfarrer von St. Stephan, Anton Faber, kann sich laut eigener Aussage vorstellen, mit 65 - also kommendes Jahr - in den Ruhestand zu gehen. Er reagierte damit gegenüber dem Standard auf Medienspekulationen der vergangenen Tage, der neue Wiener Erzbischof Josef Grünwidl könnte ihn vorzeitig "absetzen". Faber war innerkirchlich zuletzt vermehrt aufgrund seines öffentlichen Auftretens in Begleitung einer Frau kritisiert worden.

Man sei mit der Leitung der Erzdiözese Wien in "guten Gesprächen", sagte Faber zum Standard. Er könne sich nun - entgegen seiner ursprünglichen Haltung - vorstellen, als Dompfarrer in Pension zu gehen. Diese steht ihm mit Erreichen des 65. Geburtstags zu. Aufgrund des Mangels an Geistlichen bleiben jedoch etliche Priester weit über dieses Alter hinaus Pfarrer in den katholischen Gemeinden. Faber ist seit 1997 Dompfarrer in St. Stephan.

Hoffen auf weitere Tätigkeit als Priester

Kritik an Faber hatte es nicht erst seit seinen öffentlichen Auftritten mit einer Frau gegeben. Schon lange zuvor hatte sich der Geistliche, der erzbischöflicher Zeremoniär unter Hans Hermann Groer und danach bei Kardinal Christoph Schönborn war, intensiv in Society-Kreisen bewegt und inszeniert. Dass sich Faber offen für einen liberaleren Umgang mit dem Zölibat ausgesprochen hatte, dürfte hingegen weniger ein Grund dafür sein, dass nun offensichtlich ein Leitungswechsel für die Pfarre forciert wird.

Trotz seiner Bereitschaft, mit Erreichen des Pensionsalters die Pfarre aufzugeben, will Faber dennoch weiterhin als Priester wirken. Er hofft laut Standard, weiterhin etwa Messen und Taufen in St. Stephan abhalten zu können. Auch vonseiten der Erzdiözese hieß es, man sei in Gesprächen.

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