Novel coronavirus Covid-19 safety measures in Hungary

© EPA / ZOLTAN BALOGH

Chronik Wien
03/10/2020

Acht Infizierte im Donauspital: Ganze Abteilung geschlossen

Patientin im SMZ Ost dürfte am Wochenende sieben weitere Personen angesteckt haben.

Nun ist auch das Wiener Donauspital (SMZ Ost) vom Coronavirus betroffen. Bereits am Wochenende wurde bei einer Patientin das Virus nachgewiesen. Wie der medizinische Direktor des KAV, Michael Binder, bei einer Pressekonferenz am Dienstag bestätigte, gab es auch bereits weitere Ansteckungen. Insgesamt sind acht Personen im Donauspital positiv getestet worden. 

Die betroffene Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe wurde komplett geschlossen.

Als die Patientin aufgenommen wurde, sei sie komplett symptomlos gewesen, erklärte Binder. Während ihres Spitalaufenthalts habe sie dann Symptome einer einseitigen Lungenentzündung gezeigt. Ein Test auf Covid-19 sei dann positiv gewesen.

Derzeit werden laut Binder noch alle Kontaktpersonen der Frau ermittelt. Gesichert ist, dass sich zwei weitere Patientinnen und fünf Spitalsmitarbeiter infiziert haben. Insgesamt befinden sich derzeit 28 Mitarbeiter, der Lebensgefährte der Frau und eine Freundin in Quarantäne. Sie alle zeigen laut Binder derzeit keine Symptome

"Wichtigste Infrastruktur schützen"

Der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) kündigte bei der Pressekonferenz auch neue Maßnahmen für die Spitäler der Stadt an. Aufgrund des Coronavirus müsse "die wertvollste Infrastruktur, die Spitäler", geschützt werden.

Hacker appellierte an die Bevölkerung, keine Spitalsbesuche zu machen. Er wolle aktuell aber noch nichts verbieten. 

Die Entwicklung in Italien demonstriere, wie Covid-19 den Spitalsbereich an seine Grenzen bringen kann, begründete der Stadtrat die Maßnahmen.

Die Krankenhäuser und ihre Mitarbeiter sollen sich auf ihre Kernaufgabe, die Behandlung kranker Menschen, konzentrieren können. Auch der Lehrbetrieb der Krankenpflegeschulen werde daher bis auf weiteres so weit wie möglich aus den Spitälern draußen gehalten. Einen Aufruf - noch kein Ge- oder Verbot, wie Hacker betonte - betraf die städtischen Pflegeheime und Behinderteneinrichtungen. In beiden Bereichen sei es nötig, die Besuche nunmehr "auf das Wesentliche zu reduzieren". Mehr als 20.000 Senioren sind in Wiener Pflegeheimen untergebracht.

Derzeit gebe es in Wien und Niederösterreich zusammen "rund 100" positiv getestete Fälle, sagte Hacker weiters, etwa 45 in der Bundeshauptstadt und rund 40 im Umland. In Wien seien es mit Dienstagfrüh 35 bestätigte und acht weitere Fälle mit positivem Vorbefund gewesen, erläuterte die stellvertretende Landessanitätsdirektorin Ursula Karnthaler. Beim allergrößten Teil, aber nicht mehr bei allen könne die Ansteckung auf die Quelle, den Patienten 0, zurückgeführt werden.

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