Rückzieher nach Eklat mit Russen-TV: „Dumm, dass ich das zugelassen habe“
Groß ist die Aufregung um ein Interview, das Christian Klar, Direktor einer Wiener Mittelschule, dem russischen TV-Sender Rossija 1 gegeben hat. Vor allem, weil er es in der Schule gegeben hat. „Das war ein großer Fehler“, gibt er zu.
Der TV-Sender habe bei ihm wegen seines Buches „Wie retten wir die Zukunft unserer Kinder“ um ein Interview angefragt: „Ich habe mich geschmeichelt gefühlt und zugesagt.“
Kontakt mit Kindern nicht geplant
Dass er das Gespräch am Zeugnistag in der Schule geführt hat, sei „ein Blödsinn gewesen“. Er wollte das noch vor seiner Fahrt in den Skiurlaub unterbringen. „In der Pause sind die Leute vom Fernsehen mit den Schülern in Kontakt gekommen“, erinnert er sich.
Das sei aber gar nicht geplant gewesen. Deshalb habe er den Besuch des TV-Senders auch nicht der Bildungsdirektion gemeldet.
„Das war absolut falsch“, gibt er sich zerknirscht und betont: „Ich hätte Bescheid geben müssen. Der Bildungsdirektion werde ich das auch erklären müssen.“ Diese hatte schon betont, dass es für ein derartiges Interview in der Schule nie eine Freigabe gegeben hätte.
Neos-Bildungsstadträtin Bettina Emmerling begrüßt, dass die Bildungsdirektion „klare Konsequenzen umfassend“ prüfe, wie sie zur Krone sagte.
„War blauäugig“
Klar versichert auch, dass er im Angriffskrieg Russlands eine klare Pro-Ukraine-Haltung habe. Dass ihm jetzt Russland-Nähe vorgeworfen werde, könne er verstehen, es stimme aber nicht.
„Aber es war dumm, dass ich das zugelassen habe“, gibt er sich nochmals reumütig, betont aber: „Die Inhalte stimmen nicht mit dem überein, was ich gesagt habe. Die Aussagen, die der Sender gebracht hat, sind frei erfunden, wie auch eine Lehrerin.“
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