Weltfrauentag: Das Café Landtmann wird wieder zur Stadtfrau
Das Café Landtmann heißt rund um den Weltfrauentag wieder Café Stadtfrau.
Nachdem sich das traditionelle Kaffeehaus Landtmann bereits im letzten Jahr in "Stadtfrau" umbenannt hat, geht man heuer noch einen Schritt weiter: Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März veranstaltet das Café über mehrere Tage hinweg einen Pop-up Markt, Diskussionsrunden, Events und Workshops.
Widmen will man sich von 2. bis 8. März dem Thema Gleichstellung daher nicht nur dem Namen nach. "Das Café war immer schon ein Platz für Gespräche, Ideen und Debatten. Mit dem Programm zum Weltfrauentag öffnen wir das Café dafür noch mehr als sonst", sagt Geschäftsführerin Anita Querfeld.
Behandelt werden in diesem Jahr erstmals mehrere Themen, darunter Frauengesundheit oder der Umgang mit Schönheitsidealen. Über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf spricht am 4. März Unternehmerin Isabel Zinnagl, die unter anderem den Podcast "Negroni Nights" mit ihrem Mann betreibt.
Elternschaft ehrlich darstellen und Verantwortung gerecht teilen
Sie plädiert dafür, Elternschaft ehrlich und realistisch dazustellen sowie Verantwortung zwischen den Partnern gerecht aufzuteilen, um Mütter zu entlasten: "Es kann wunderschön sein, aber auch einsam. Plötzlich werden ganz viele Erwartungen an dich gestellt. Ich war immer sehr selbstbestimmt und auf einmal verschiebt sich alles."
Am Dienstag, 3. März, findet von 10 bis 19 Uhr ein Pop-up Markt im Wintergarten des Cafés statt. Präsentiert wird eine kuratierte Auswahl an von Frauen geführten Marken, kreativen Produkten und Unternehmerinnen.
Bei der Aktionswoche widmen sich Unternehmerinnen und Expertinnen mehreren Themen.
Am Mittwoch, 4. März, wird das Café Stadtfrau in die Straßenbahn verfrachtet. Bei "Bim dich in die Zukunft" mit Claudia Falkinger, Mit-Initiatorin von "Women in Mobility Österreich" geht es darum, wie Mobilität für Frauen besser funktionieren kann.
Ungleiche Wege, ungleiche Gesundheitsversorgung
"Frauen sind oft mit Begleitpersonen, Kindern und Kinderwägen unterwegs. Barrierefreiheit und Leistbarkeit sind für sie besonders wichtig" erklärt Falkinger. Oft seien Mobilitätssysteme für 9-to-5-Jobs ausgelegt und um von A nach B zukommen, während Frauen im Vergleich mit Männern häufig komplexere Wege und mit unterschiedlichen Mobilitätsformen zurücklegen: Von Zuhause in den Kindergarten, zum Arbeitsplatz, zu Arztterminen und andere Erledigungen.
Dass Frauen oft die "Gesundheitsmanagerinnen" der Familien sind und viel mehr zur "Volksgesundheit" beitragen, sagt auch Felix Faltin, Gründer von "Haelsi", einem privaten Gesundheitsanbieter. Am Donnerstag, den 5. März, spricht Faltin bei einer Podiumsdiskussion über den Gender Health Gap und wie das Gesundheitswesen geschlechtergerechter werden kann.
Das vollständige Programm gibt es online, Anmeldungen sind ab 25.2. ab 10 Uhr möglich.
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