Im Bellaria-Kino flimmern bald wieder die Filme

Die Wiedereröffnung des historischen Kinos steht bald bevor. Die Kinositze sind bereits eingebaut, die Technik ist installiert.
Bellaria Kino

Der Filmriss im Bellaria-Kino ist mittlerweile sieben Jahre her. Und es könnte sein, dass das siebente Jahr seit dem Aus des historischen Kinos kein verflixtes sein könnte. Im Gegenteil. Denn die Bauzäune außen sind wieder weg, im Inneren des Kinos wird bereits an den Details gearbeitet, bestätigte Michael Stejskal, Betreiber des Votivkinos, der mit Moritz Baier vom Café Liebling die Wiedereröffnung des Bellaria Kinos vorantreibt.

„Die Kinositze sind eingebaut, die Kinotechnik ist installiert und die letzten Arbeiten an der Lüftung werden fertiggestellt“, informierte er auf Anfrage des KURIER, dass die Renovierung große Fortschritte macht. Schon im Oktober des Vorjahres konnten Stejaskal und sein Team vermelden, dass die Hauptursache für die Verzögerung behoben werden konnte – der Umbau des Innenhofs des Gebäudes in der Museumsstraße.

Keine Entmutigung

Danach folgten zahlreiche Innenarbeiten, die auch teilweise zu Enttäuschungen führten. So wurde etwa der alte Fußbodenbelag im Kino entfernt. Der Holzfußboden darunter habe sich, so der ernüchternde Befund der künftigen Betreiber, allerdings in einem sehr schlechten Zustand befunden, dieser musste abgeschliffen und auch erneuert werden. Was allerdings der Motivation des Teams keinen Abbruch tat.

„Auch wenn nach außen hin kein Fortschritt sichtbar war, haben wir jede Menge Zeit und Nerven und auch sehr hohe Eigenmittel investiert, um alle Probleme zu überwinden und ans Ziel zu kommen“, heißt es auf den Social Media Plattformen des Bellaria-Kinos, „wir können es kaum erwarten, euch endlich im Kino begrüßen zu können und dort Programm zu machen.“

Das Bellaria Kino in Wien wird renoviert.

Im Sommer waren noch Baustellengitter vor dem Kino zu sehen. 

135.435 Euro gesammelt

Das wird allerdings noch ein bisschen dauern. „Es fehlen noch ein paar elektrische Arbeiten und dann auch noch finale Arbeiten an der internen Infrastruktur wie Kassapult, Computer, Ticketdrucker, Internet-Verkabelung etc.“, räumt Stejaskal ein, der sich auch noch nicht auf einen Eröffnungstermin festlegen lassen will, auch wenn die Plakate, die neuerdings in den Schaukästen des Kinos hängen, schon sehr positiv in die Zukunft blicken: „In my mind, we are already there“ („In meinen Gedanken sind wir schon dort“).

Der ursprüngliche Plan – nämlich bereits im Jahr 2023 den Projektor wieder laufen zu lassen, ist mittlerweile ja längst passé. Aber die finanziellen Mittel aus dem Crowdfunding, das kurz nach dem Aus des Kinos 2019 gestartet wurde, waren offenbar gut angelegt – 135.435 Euro wurden von 1.453 Cineasten beigesteuert und ins neue Kino investiert.

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