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Chronik Wien
03/19/2021

"Alles gurgelt": Verwirrung um Wiener Gratis-PCR-Tests für alle

Obwohl offiziell noch die Pilotphase läuft, konnten sich bereits mehrere Personen für die kostenlosen Tests registrieren.

von Andreas Puschautz

Anfang Februar wurde unter dem Projektnamen „Alles gurgelt“ der geplante nächste Baustein der Wiener Teststrategie vorgestellt.

Über kurz oder lang sollen alle Wienerinnen und Wiener in der Bipa-Filiale ihrer Wahl kostenlos bis zu acht PCR-Gurgeltests holen können, hieß es damals bei der Präsentation durch Bürgermeister Michael Ludwig, Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (beide SPÖ), den Präsidenten der Wiener Wirtschaftskammer, Walter Ruck, und Angela Hengsberger von der Entwicklerfirma Lead Horizon.

Gurgeln vor der Kamera

Zuhause wird dann über eine Web-App vor der Kamera gegurgelt und der Test wieder in einer Bipa-Filiale abgegeben. Maximal 24 Stunden später landet das 72 Stunden gültige Ergebnis auf dem Smartphone.

Das Besondere daran: Weil die Tests sowohl nach dem PCR-Goldstandard als auch vor der Kamera durchgeführt werden und auch die Identität der Testpersonen verifiziert wird, sind die Ergebnisse sozusagen amtlich gültig. Man kann sie damit gleichermaßen als Nachweis für Friseurbesuche als auch – dank zweisprachigem Laborbefund – für Grenzübertritte nutzen.

Pilotphase

Zu Beginn sollte „Alles gurgelt“ in einer Pilotphase nur Unternehmen offenstehen, das Ausrollen für die Allgemeinheit war für März geplant.

Der KURIER erfuhr jedoch von mehreren Fällen, in denen Privatpersonen auf Email-Anfrage der für die Abholung der Tests nötige Barcode zugesandt wurde.

Im Büro von Stadtrat Hacker kann man sich das nur mit einem Irrtum der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projektpartners, der die Anfragen bearbeitet, erklären. Diese hätten wohl gedacht, die anfragenden Personen wären bei einem der Unternehmen tätig.

Man freue sich über das große Interesse an den Tests, aber die Pilotphase sei noch nicht beendet.

Die Entscheidung, wann die Tests für alle zugänglich sein sollen, ist erst für die kommenden Tage geplant, hieß es auf KURIER-Anfrage.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kundendienst würden nun nochmals darauf hingewiesen, dass die Aktion nach wie vor nur der Belegschaft der teilnehmenden Unternehmen offenstehe.

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