Chronik | Welt
13.04.2018

Wuppertal: Mann entriss Familie Kind und sprang vor Zug

Der Vorfall ereignete sich Donnerstagabend. Der Fünfjährige kam mit leichten Verletzungen davon.

Ein Mann ist hat sich an einem Bahnhof in Wuppertal ein fremdes Kind geschnappt und ist mit ihm vor einen einfahrenden Zug gesprungen. Der fünfjährige Bub wurde dabei leicht verletzt, der Zug hatte eine Notbremsung eingeleitet, wie die Polizei mitteilte.

Die Eltern des Kindes standen demnach am Donnerstagabend mit dem Fünfjährigen und ihren beiden anderen Kindern im Alter von einem und drei Jahren am Bahnhof Wuppertal-Elberfeld. Plötzlich näherte sich der fremde 23-Jährige, griff nach dem Fünfjährigen, lief einem einfahrenden Zug entgegen und sprang schließlich ins Gleisbett.

Hinweggerollt

Kurz vor dem Zusammenstoß legte sich der Mann mit dem Kind längs zwischen die Schienen. Der Lokführer bremste, konnte aber nicht verhindern, dass der Zug noch einige Meter über die Beiden hinwegrollte. Zeugen hielten den unverletzten 23-Jährigen anschließend bis zum Eintreffen der Polizei fest. Der polizeibekannte Mann wurde festgenommen - die Polizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

Zu dem Motiv der Tat war zunächst nichts bekannt. Der kleine Bub kam mit Schürfwunden ins Krankenhaus. Die Familie wurde von Seelsorgern betreut.