Verschüttetes Hotel in Italien: 24 Tote geborgen
Eine Woche nach dem Lawinenunglück in Mittelitalien haben die Rettungskräfte am Mittwoch nur noch Leichen aus dem verschütteten Hotel geborgen. Wie die Behörden mitteilten, stieg die Zahl der Todesopfer am Mittwoch auf 24. Zwölf von ihnen müssen noch identifiziert werden. Fünf Menschen werden noch vermisst. Neun Menschen haben das Unglück überlebt.
"Wir arbeiten unermüdlich"
Ungeachtet der schwindenden Hoffnung, weitere Überlebende zu finden, setzten die Einsatzkräfte ihre Suche fort. "Wir arbeiten unermüdlich, bis wir alle Vermissten geborgen haben. Über 200 Rettungseinheiten sind vor Ort", berichtete die Sprecherin des italienischen Zivilschutzes, Titti Postiglione.
Begräbnisse
Hotel war erst vor zehn Jahren modernisiert worden
Die in Bozen ansässige Gesellschaft A-Real Estate, Eigentümerin des Hotels Rigopiano, versicherte unterdessen, dass dieses nach modernsten Sicherheitsstandards gebaut worden sei. Das Gebäude war 2006 zu einem Vier-Sterne-Hotel erweitert worden. Genehmigungen der Gemeinde Farindola lägen vor. A-Real Estate wird von der A-Leasing mit Sitz in Treviso kontrolliert. Diese wiederum gehört laut Firmenbuch zu 75 Prozent der RL Retail Holding und zu 25 Prozent der Raiffeisen Leasing GmbH - beides Raiffeisen-Töchter mit Sitz in Wien.
Sechs Tote bei Hubschrauer-Absturz
Italien trauert auch um sechs Menschen, die am Dienstag unweit des Apenninen-Orts Campo Felice in der mittelitalienischen Region Abruzzen mit einem Rettungshubschrauber verunglückt sind. Zwei von ihnen waren an der Bergung der Verschütteten aus dem Hotel beteiligt.
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