Chronik | Weltchronik
10.04.2018

Offener Bus streifte Äste: Zwei Touristen auf Malta getötet

© Bild: AP/Rene Rossignaud

Eine Spanierin und ein Belgier kamen ums Leben, sechs weitere Fahrgäste wurden schwer verletzt.

Zwei Touristen sind auf Malta ums Leben gekommen, als das Oberdeck ihres Cabrio-Doppeldeckerbusses von tief hängenden Baumästen erfasst wurde. Sechs weitere Touristen seien bei dem Unfall am Montag schwer verletzt worden, sagte der Gesundheitsminister des Inselstaats im Mittelmeer, Chris Fearne. Insgesamt wurden demnach 50 Menschen im Krankenhaus behandelt.

Nach Medienberichten starben eine 37-jährige Spanierin und ein 62-jähriger Belgier. Drei der sechs Schwerverletzten sind nach Polizeiangaben Briten - zwei Buben im Alter von 6 und 8 Jahren sowie ein 44-jähriger Mann. Bei den anderen Schwerverletzten handle es sich um eine 31-Jährige Frau aus Deutschland, eine 72-jährige Italienerin sowie um einen 35-Jährigen, dessen Staatsangehörigkeit noch unklar sei. Alle Opfer waren Ausländer, berichteten die maltesischen Zeitungen. Der Fahrer war ein 24-jähriger Malteser.

Der Bus war zum Unfallzeitpunkt im malerisch am Meer gelegenen Ort Zurrieq unterwegs. Unklar war, ob die Äste mehrere Tage zuvor bei einem Sturm beschädigt worden waren. Auf Twitter wurden Bilder von dem offenen Bus verbreitet. Demnach handelt es sich um einen Hop-on-hop-off-Bus, wie er in vielen Touristengebieten unterwegs ist.

Pierre Vella vom maltesischen Verkehrssicherheitsrat bezeichnete den Unfall als einen der schlimmsten in der Geschichte des Landes. Regierungschef Joseph Muscat sprach den Angehörigen der Toten noch am Abend im Parlament sein Beileid aus. Man habe Kontakt zu den Botschaften der Opfer, hieß es von der Regierung.