Pressefoto des Jahres: "Crying Girl on the Border"

© APA/AFP/GETTY IMAGES/JOHN MOORE

Chronik Welt
04/11/2019

"World Press Photo" 2019: Das sind die Sieger-Bilder

Ein Bild eines weinenden Flüchtlingskindes an der Grenze der USA ist das Pressefoto des Jahres. Hier alle Sieger.

Der "World Press Photo"-Wettbewerb zeichnet seit 1955 professionelle Fotografen für die besten Bilder aus, die im vergangenen Jahr zum visuellen Journalismus beigetragen haben. Der US-Fotograf John Moore wurde mit seinem Bild von einem weinenden Flüchtlingskind an der Grenze der USA mit dem Pressefoto des Jahres ausgezeichnet.

Moore hatte die Szene im US-Staat Texas im Juni 2018 festgehalten: Eine junge Frau aus Honduras, die in den USA Asyl beantragen wollte, war gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter an der Grenze aufgegriffen worden. Während das Mädchen weinte, wurde die Mutter durchsucht.

"World Press Photo" 2019 Sieger

World Press Photo Story of the Year: The Migrant Caravan   Fotograf: Pieter Ten Hoopen

Portraits, Singles, Erster Preis: Dakar Fashion   Fotograf: Finbarr O'Reilly

General News, Singles, Erster Preis: The Disappearance of Jamal Khashoggi   Fotograf: Chris McGrath

General News, Storys, Erster Preis: Yemen Crisis   Fotograf: Lorenzo Tugnoli

Nature, Singles, Erster Preis: Harvesting Frogs’ Legs   Fotograf: Bence Máté

Sports, Singles, Erster Preis: Boxing in Katanga   Fotograf: John T. Pedersen

Contemporary Issues, Singles, Erster Preis: The Cubanitas   Fotograf: Diana Markosian (Magnum Photos)

Long-Term Projects, Storys, Erster Preis: Beckon Us From Home   Fotograf: Sarah Blesener

Environment, Singles, Erster Preis: Akashinga - the Brave Ones   Fotograf: Brent Stirton

Tausende Kinder waren im Sommer 2018 von der Grenzpolizei von ihren Eltern getrennt und interniert worden. Nach heftigen, auch internationalen Protesten hatte US-Präsident Donald Trump die Praxis der Familientrennung von Flüchtlingen wieder aufgegeben. Das Mädchen auf dem Foto war nach Angaben der US-Behörden nicht von seiner Mutter getrennt worden.

Die Vorsitzende des Wettbewerbs, Whitney C. Johnson, sprach von einem "überraschenden, einzigartigen und relevanten Foto." Jury-Mitglied Alice Martins würdigte die Bildsprache: "Das Bild zeigt eine andere, psychologische Art der Gewalt."

Migranten-Karawane ist Foto-Story des Jahres

John Moore arbeitet für die Agentur Getty Images. Der erste Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Jury hatte Preise in verschiedenen Kategorien vergeben. Eine Ausstellung aller ausgezeichneten Fotos wird in zahlreichen Ländern zu sehen sein. Rund 4.700 Fotografen hatten sich mit fast 80.000 Fotos an dem Wettbewerb beteiligt.

Der erste Preis für eine Foto-Serie, die Foto-Geschichte des Jahres, ging an den Niederländer Pieter Ten Hoopen. Er hatte die rund 7.000 Migranten aus Mittelamerika dokumentiert, die im Oktober 2018 in einer "Karawane" zur US-amerikanischen Grenze gezogen waren.

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