© EPA/TAIPEI ZOO HANDOUT

Chronik Welt
07/20/2020

Weil Panda-Baby Behandlung braucht: Mama umsorgt jetzt Puppe

Das Baby ist zu klein und muss in den Inkubator. Mama Yuan Yuan zieht derweil eine Attrappe auf.

Was macht man, wenn das Panda-Neugeborene in einen Inkubator muss? Tierärzte im Zoo von Taipeh - der Hauptstadt von Taiwan - bastelten kurzerhand eine Baby-Attrappe, damit Panda-Mama Yuan Yuan nicht verlernt, wie sie sich um ihren Nachwuchs zu kümmern hat.

Ein notwendiger Schritt: Wenn Yuan Yuan nicht das Gefühl habe, sich die ganze Zeit um das Baby gekümmert zu haben, bestehe die Gefahr, dass sie es später nicht akzeptieren würde, erklärte Tiergartensprecher Eric Tsao.

Der Hintergrund ist ernst. Ende Juni war das noch namenlose Panda-Baby viel zu leicht und mit einer Rückenverletzung auf die Welt gekommen. Es wog zarte 186 Gramm. Das Tier war damals schon so unscheinbar und wehrlos, dass die Gefahr bestand, dass die Mutter es nicht als Pandabären identifizieren würde.

Tierärzte haben sich des Neugeborenen angenommen. Damit Yuan Yuan ihre Baby-Puppe für einen richtigen Panda hält und derweil trainieren kann, hat sie eine lebensechte Attrappe samt eingebautem Lautsprecher und diversen Sensoren bekommen, die unter anderem die Temperatur des Fake-Pandas regulieren.

Fakten zur "Bärenkatze"

Zur Familie der Großbären gehörend, wird der Panda im Chinesischen auch gerne als "Bärenkatze" bezeichnet. Sein wissenschaftlicher Name "Ailuropoda melanoleuca" lautet übersetzt: schwarz-weißer Katzenfüßler. Pandas fressen täglich etwa 18 Kilo Bambus. Das Futter hat kaum Nährstoffe, weshalb der Panda sich nur langsam bewegen kann und zumeist schläft. Ein Panda sondert pro Tag im Schnitt zehn Kilogramm Kot ab.

Der Panda ist nicht nur Veganer, er hat einen grünen zweiten Daumen. Ein Wunder der Evolution: Mit dem verlängerten Handwurzelknochen kann das Tier eine Bambusstange beim Fressen besser festhalten. In der freien Wildnis leben heute laut Schätzungen nicht einmal 2.000 Pandas. Wer eines der raren Exemplare in China wildert, dem droht die Todesstrafe.

Auch im Inkubator wirkt das Panda-Baby zufrieden.

Rote Pandas gibt es ebenso, auch Himalaja-Katzenbär genannt.

Warum sind Pandas schwarz-weiß? Weiß man nicht.

Die Tiere sind mitnichten gefährlich, auch wenn dieser Bär den Eindruck vermitteln möchte.

Ein ausgewachsener Panda mampft pro Tag stramme 18 Kilo Bambus.

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