Moria Flüchtlingslager in Lesbos

© Kurier / Juerg Christandl

Chronik Welt
03/08/2021

Warum die Pandemie "lebensbedrohlich" für geflüchtete Frauen ist

UNO-Berichte über Gewalt, Zwangsheirat, Kinderarbeit und Teenager-Schwangerschaften seien "extrem besorgniserregend"

Covid-19 raubt vielen geflüchteten Frauen aus Sicht des UNO-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) ihre Existenz und ihre Zukunft. Zunehmende Berichte über Gewalt, Zwangsheirat, Kinderarbeit und Teenager-Schwangerschaften seien "extrem besorgniserregend", sagte Flüchtlingshochkommissar Filippo Grandi aus Anlass des Weltfrauentags am Montag in Genf. "Die beispiellosen sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie sind für viele lebensbedrohlich", warnte er.

Durch steigende Armut seien Frauen vermehrt Spannungen in ihren Familien ausgesetzt. Zudem steige das Risiko für sexuelle Gewalt und Ausbeutung. Viele Mädchen müssten auch aus wirtschaftlichen Gründen die Schule abbrechen, und würden dann in die Arbeit oder Ehe gedrängt.

Das UNHCR rief Regierungen dringend dazu auf, diesen Problemen unverzüglich größere Aufmerksamkeit zu schenken. Geflüchteten Frauen müssen dabei Führungsrollen eingeräumt werden, um selbst an Corona-Wiederaufbaumaßnahmen mitzuwirken, fordert die UNO-Behörde.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.