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Waldbrand in Südfrankreich: 10.000 evakuiert, Tour de France beeinträchtigt

In den Ausläufern der französischen Pyrenäen zerstörte das Feuer eine Fläche von rund 4.600 Hektar.
Ein Feuerwehrmann steht neben einem Einsatzfahrzeug der Sécurité Civile vor einem brennenden Waldstück mit dichtem Rauch.

Zusammenfassung

  • Ein außer Kontrolle geratener Waldbrand im Südwesten Frankreichs zerstörte rund 4.600 Hektar und zwang etwa 10.000 Menschen nahe der spanischen Grenze zur Flucht.
  • Starke Winde erschweren die Löscharbeiten, zudem wird die Tour-de-France-Etappe bei Trevillach für Zuschauer gesperrt, das Rennen findet jedoch mit weniger Begleitfahrzeugen statt.
  • Auch in Spanien brannten rund 2.200 Hektar, während weitere Feuer und ungewöhnlich frühe Hitzewellen die Region zusätzlich belasten.

Ein außer Kontrolle geratener Waldbrand im Südwesten Frankreichs hat Tausende Menschen zur Flucht gezwungen. Rund 10.000 Bewohner von zwei Dutzend kleinen Städten und Dörfern nahe der spanischen Grenze mussten ihre Häuser verlassen, wie die Behörden am Montag mitteilten. Starke Winde drohten das Feuer weiter anzufachen. Der Brand zerstörte in den Ausläufern der französischen Pyrenäen eine Fläche von rund 4.600 Hektar, so der örtliche Präfekt Pierre Regnault de la Mothe auf X.

„Kampf geht weiter“

Dem französischen Innenminister Laurent Nunez zufolge verschlechterten sich die Bedingungen am Montagmorgen wieder. „Heute geht der Kampf weiter.“ Der Brand beeinträchtigt auch die Tour de France. Die dritte Etappe in der Nähe des Feuers bei Trevillach wurde für Zuschauer gesperrt, um Rettungskräften den Weg freizuhalten. Das Radrennen finde jedoch statt, wobei die Anzahl der Begleitfahrzeuge auf ein Minimum reduziert werde.

Auf spanischer Seite 2.200 Hektar Land zerstört

Auf der spanischen Seite der Grenze verwüstete das Feuer rund 2.200 Hektar Land. 97 Prozent der Fläche liegen im Naturschutzgebiet Les Gavarres. Die katalanischen Behörden erklärten am späten Samstagabend, die Lage dort sei stabil und das Feuer werde voraussichtlich im Laufe der Woche gelöscht. Die Polizei nahm einen Straßenarbeiter fest, der im Verdacht steht, den Brand ausgelöst zu haben. Weiter südlich in der spanischen Provinz Castellon mussten 500 Menschen vor einem Brand im Nationalpark Sierra de Espadan in Sicherheit gebracht werden. Ungewöhnlich frühe Hitzewellen im Mai und Juni hatten die Vegetation in der Region extrem ausgetrocknet und anfällig für Brände gemacht.

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