Kadaver von Wal "Timmy" soll teilweise zu Biodiesel verarbeitet werden
Zusammenfassung
- Die Obduktion des Buckelwals auf Anholt ergab keine klare Todesursache; Verletzungen oder Fremdkörper wurden nicht festgestellt.
- Das Fett des Wals wird zu Biodiesel verarbeitet, andere Überreste dienen als Biomasse für die Zementindustrie.
- Trackerdaten des Wals werden ausgewertet, die Öffentlichkeit soll über die Ergebnisse informiert werden.
Nach der Obduktion des Buckelwals am Strand der dänischen Insel Anholt werden seine Überreste nun am dänischen Festland weiter verwertet. Das Unternehmen Daka Denmark, das unter anderem auf Recycling von Nebenprodukten aus der Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie spezialisiert ist, zeichnet sich verantwortlich für die weitere Verarbeitung.
Biodiesel aus Walfett
Teile des Kadavers von "Timmy" bzw. (da Weibchen) "Hope" am Strand der dänischen Insel Anholt kamen bereits in vorbereitete Container. Das Wasser werde nun gereinigt und in den Fjord geleitet. Das Fett, etwa aus der Speckschicht des Wals, werde in Biodiesel umgewandelt. „Und alles andere – Knochen, Sehnen und Haut – wird zu einer Art Mehl verarbeitet, das als Biomasse zur Verbrennung in einer Zementfabrik endet“, sagte der Sprecher.
An dem Wal hatte eine Initiative einen Tracker angebracht, der an dem Tier entdeckt wurde. Die Trackerdaten seien laut dem Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern inzwischen erhoben, erklärte eine Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa: „Die Daten sollen möglichst zügig abschließend ausgewertet werden.
Sobald dies geschehen ist, wird die Öffentlichkeit über die hieraus folgenden Erkenntnisse informiert.“
Das Tier war ab Ende März mehrfach vor der deutschen Ostseeküste gestrandet. Eine private Initiative hatte den sehr geschwächten Buckelwal Ende April mit einem Lastschiff Richtung Nordsee transportiert und dort später ausgesetzt.
Obduktion von Buckelwal beendet: Keine klare Todesursache
Die Obduktion des als "Timmy" bekannten Buckelwals auf dem Strand der dänischen Insel Anholt ist am Donnerstagabend beendet worden. Der Wal wurde von einem Team aus Experten und Tierärzten akribisch untersucht und zerlegt. Eine klare Todesursache konnte das Expertenteam bei den Untersuchungen zunächst nicht feststellen, wie unter anderem die dänische Biologin Charlotte Bie Thøstesen vor Reportern erklärte.
Etwa eine Verletzung sei nicht zu erkennen gewesen, was jedoch auch an der Verwesung des seit Wochen toten Tieres liegen könne. Zwar seien Parasiten festgestellt worden, die seien jedoch nicht für den Tod verantwortlich.
Klar ist mittlerweile auch, dass das Tier mit dem Bubennamen "Timmy" - wie bereits vermutet - ein Weibchen ist. Schwanger sei der Wal in den letzten Monaten nicht gewesen, hieß es. Bei einem Blick ins Maul und in den Magen des Wals seien zudem keine Netze oder andere Gegenstände festgestellt worden, erklärte Veterinärmediziner Tim Jensen von der Universität Kopenhagen.
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