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Chronik Welt
06/11/2021

Vermisstes Mädchen tot im Meer vor Teneriffa gefunden

Behörden befürchten, dass Vater auch kleine Schwester getötet haben könnte - Suche nach Mann und Einjähriger geht weiter.

Eine Sechsjährige, die in Spanien seit eineinhalb Monaten mit ihrem Vater und ihrer einjährigen Schwester vermisst war, ist nun tot im Meer vor Teneriffa gefunden worden. Die in einer Sporttasche verstaute Leiche wurde Donnerstagabend im Atlantik in etwa 1.000 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund drei Seemeilen vor der Nordostküste der Insel mit Hilfe eines Tauchroboters entdeckt und geborgen, berichteten der Fernsehsender RTVE und andere Medien unter Berufung auf die Polizei.

Die Behörden vermuten, dass der Vater die beiden Mädchen Olivia und Anna entführte, nachdem er sich mit der auf Teneriffa wohnenden deutschstämmigen Mutter der Mädchen gestritten hatte. Von dieser lebte er getrennt. Nun werde befürchtet, dass der 37-Jährige beide Kinder getötet und Suizid begangen habe, berichtete RTVE unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Leeres Boot

Die Tasche mit der Leiche der Sechsjährigen sei am Anker eines Bootes des Vaters festgebunden gewesen. Das leere Boot war schon vor einiger Zeit auf dem Meer treibend gefunden worden. Die Polizei hatte dort auch Blutspuren entdeckt. Die Suche nach den beiden weiterhin vermissten Personen werde fortgesetzt.

Der Vater und die Mädchen waren von der Mutter am 27. April als vermisst gemeldet worden. Der Mann rief seine Ex-Frau wenig später an und sagte ihr: "Du wirst die Mädchen und mich nie wiedersehen." Nach Medienberichten schickte er via Whatsapp auch Mitteilungen an Bekannte, die sich wie Abschiedsnachrichten lasen.

Er war Ende April von Zeugen am Hafen von Santa Cruz de Tenerife gesehen worden, wie er spätabends Taschen in sein Boot lud. Diese Szenen wurden von Überwachungskameras festgehalten. Die verzweifelte Mutter hatte nach dem Verschwinden ihrer Töchter auf Instagram auch Videos der Mädchen gepostet, die auch von Promis geteilt wurden. Sie hatte bisher angenommen, dass der Vater vorgehabt habe, mit den Kindern im Boot in ein afrikanisches Land zu fliehen.

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Wer Suizid-Gedanken hat, sollte sich an vertraute Menschen wenden. Oft hilft bereits das Sprechen über die Gedanken dabei, sie zumindest vorübergehend auszuräumen. Wer für weitere Hilfsangebote offen ist, kann sich an die Telefonseelsorge wenden: Sie bietet schnelle erste Hilfe an und vermittelt Ärzte, Beratungsstellen oder Kliniken. Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person von Depressionen betroffen sind, wenden Sie sich bitte an die Telefon-Seelsorge in Österreich kostenlos unter der Rufnummer 142.

Das neue österreichische Suizidpräventionsportal www.suizid-praevention.gv.at bietet Informationen zu Hilfsangeboten für drei Zielgruppen: Personen mit Suizidgedanken, Personen, die sich diesbezüglich Sorgen um andere machen, und Personen, die nahestehende Menschen durch Suizid verloren haben. Das Portal ist Teil des österreichischen Suizidpräventionsprogramms SUPRA des Gesundheitsministeriums.

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