Brennendes Fabrikhochhaus in Tschechien teilweise eingestürzt
Ein architektonisch wertvolles Fabrikhochhaus ist im tschechischen Zlin in Brand geraten. Ein Teil des elfstöckigen Gebäudes sei eingestürzt, teilte die Feuerwehr am Donnerstag mit. Niemand sei verletzt worden, da sich niemand mehr in dem Objekt aufgehalten habe. Auf Fotos waren dicke schwarze Rauchschwaden zu sehen. Die Feuerwehr rief die höchste Alarmstufe aus. Rund 300 Einsatzkräfte waren vor Ort, um den Großbrand zu bekämpfen.
Ein Hubschrauber unterstützte die Löscharbeiten aus der Luft. Die Industriestadt Zlin liegt rund 250 Kilometer südöstlich von Prag.
Schuhlager in Flammen aufgegangen
Das Feuer war den Angaben zufolge im neunten Stock im Lager einer tschechischen Sportschuhe-Marke ausgebrochen und breitete sich von dort rasch aus. Zur Ursache des Brandes wurden noch keine Angaben gemacht.
Das Fabrikhochhaus Nummer 34 wurde in den Jahren 1949 bis 1955 als zentrales Lager der damaligen Schuhfabrik Svit („Licht“), den von den Kommunisten verstaatlichten Bata-Werken, errichtet.
Hoher Sachschaden erwartet
Die Umgebung wurde weiträumig abgesperrt. Die Stadtverwaltung forderte die Bewohner von Zlin auf, die Fenster und Türen geschlossen zu halten. Der Sachschaden allein an der Lagerware der betroffenen Sportschuhe-Marke Vasky wurde von deren Besitzer auf umgerechnet sechs bis siebeneinhalb Millionen Euro geschätzt, wie die Agentur CTK berichtete. Rund 75.000 Paare seien vernichtet worden.
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