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Chronik Welt
03/27/2021

Suezkanal-Blockade: Containerschiff bewegt sich leicht

Armada aus Schleppern und Baggern bei Befreiungsaktion am Samstag. Auch die USA wollen bei Bergung der Ever Given mithelfen.

Und sie bewegt sich doch: Bei derFreilegung des Containerschiffs "Ever Given", das den Suezkanal blockiert, gibt es am Samstag erste positive Nachrichten. Das Seefahrt- und Logistikunternehmen GAC sprach von mehr als zehn Schleppern und drei Baggern, die im Einsatz seien, um eine der wichtigsten Wasserstra√üen der Welt wieder f√ľr den Handel freizugeben. Es gebe "leichte Bewegung". Der Frachter liege aber weiter auf Grund.

Die Schifffahrt auf dem Kanal war eingestellt worden, nachdem das etwa 400 Meter lange Containerschiff wegen eines Sandsturms bei schlechter Sicht auf Grund gelaufen war. Dadurch hat sich ein langer Stau gebildet. Rund 320 Schiffe warten der Beh√∂rde zufolge an beiden Eing√§ngen zum Kanal auf Durchfahrt, die d√§nische Reederei Maersk spricht von einem "Verkehrschaos". Das Schiff "Ever Given" der taiwanischen Reederei Evergreen f√§hrt unter der Flagge Panamas. 

Einen Zeitrahmen f√ľr die Freilegung nannte Admiral Usama Rabi, Vorsitzender der Kanalbeh√∂rde, am Samstag nicht. Bei der Ungl√ľcksursache seiuen sowohl ein technisches Problem als auch menschliches Versagen nicht auszuschlie√üen. √Ągyptens Ministerpr√§sident Mustafa Madbuli sprach von einem au√üergew√∂hnlichen Vorfall.

Windrichtung wichtig

Bei den Man√∂vern der Schlepper zur Freilegung spielten mehrere Faktoren eine Rolle, sagte Rabi, vor allem die Windrichtung sowie Ebbe und Flut. Es handle sich um einen "komplizierten technischen Einsatz", teilte Rabi mit. Die USA und weitere L√§nder hatten √Ągypten Hilfe angeboten. Dem Fernsehsender CNN zufolge wollte die US-Marine am Samstag ein Expertenteam schicken, um die Lage zu pr√ľfen.

Der Suezkanal verbindet das Mittelmeer mit dem Roten Meer und bietet dadurch den k√ľrzesten Schifffahrtsweg zwischen Asien und Europa. J√§hrlich durchfahren die Wasserstra√üe normalerweise rund 18.000 Schiffe. Der Allianz zufolge wurden im Jahr 2019 etwa 13 Prozent des gesamten Welthandelsvolumens durch den Kanal bef√∂rdert.Einige L√§nder haben bereits begonnen, erste Schiffe auf den Umweg um das Kap der Guten Hoffnung zu schicken. Dadurch verl√§ngern sich die Fahrten laut der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd um rund eine Woche. Zugleich gelten die Gew√§sser vor der K√ľste Westafrikas, insbesondere im Golf von Guinea, als besonders gef√§hrlich wegen m√∂glicher √úberf√§lle von Piraten.

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