Stierhatz in Pamplona: Mehrere Verletzte am ersten Tag

Am ersten Tag der umstrittenen Stierhatz wurden mehrere Menschen leicht verletzt. Das Event geht noch eine Woche.

Bei der ersten Stierhatz des diesjährigen Sanfermines-Festes sind am Freitag in Pamplona im Norden Spaniens mindestens fünf Läufer leicht verletzt worden.

Sie hätten vor allem Prellungen erlitten, schwere Verletzungen durch die spitzen langen Hörner der Bullen habe es nicht gegeben, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE von der ebenso berühmten wie umstrittenen Veranstaltung.

Einer der jungen Männer habe bei einem Sturz eine Gehirnerschütterung erlitten. Alle kamen ins Krankenhaus.

Das Fest zu Ehren des Stadtheiligen San Fermín hatte am Vortag begonnen und endet nächsten Freitag.

Eine Gruppe Stiere rennt durch eine Stadtstraße, begleitet von Menschen.

Eine Menschenmenge feiert mit roten Tüchern in den Händen auf einer Straße in Pamplona.

Eine Frau wird während einer Feierlichkeit mit Sangria aus zwei Flaschen übergossen.

Ein Mann wird während der Feierlichkeiten von einer Menschenmenge in die Luft geworfen.

Zwei Männer rennen vor einem Stier mit langen Hörnern davon.

Beim San Fermín-Fest rennen Menschen vor Stieren durch die Straßen von Pamplona.

Menschen in Weiß und Rot drängen sich in einer Straße in Pamplona, beobachtet von Zuschauern auf Balkonen.

Täglich werden am frühen Vormittag sechs zum Teil über 600 Kilogramm schwere Kampfbullen und auch mehrere zahme Leitochsen durch die engen Gassen der Altstadt für die Stierkämpfe am Abend bis in die Arena gejagt.

Bei den Mutproben der vorwiegend jungen Männer über die 825 Meter lange Strecke werden jedes Jahr Dutzende Läufer verletzt. Seit 1924 gab es 16 Todesopfer, das letzte 2009.

Auch dieses Jahr protestierten Tierschutzgruppen gegen die traditionsreiche Veranstaltung, die bereits seit 1591 stattfindet, inzwischen aber auch in Spanien umstritten ist.

Die Aktivisten hüllten sich von Kopf bis Fuß in blutrote Gewänder und hielten Schilder mit dem Spruch "Pamplona: Gewalt und Tod für Bullen" in mehreren Sprachen hoch. Trotz aller Kritik lockt das Fest unzählige Touristen aus aller Welt an.

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