13 Tote nach Waldbrand in Andalusien: Mehrheit waren Ausländer
Die Zahl der Todesopfer des verheerenden Waldbrandes im Süden Spaniens hat sich auf 13 erhöht. Eine 93 Jahre alte Britin mit mehreren Vorerkrankungen sei im Krankenhaus ihren Brandverletzungen erlegen, teilte die Regierung der betroffenen Region Andalusien mit.
Die Frau habe in der Gemeinde Los Gallardos rund 70 Kilometer nordöstlich der Provinzhauptstadt Almería gewohnt. Dort war das Feuer am Donnerstagnachmittag ausgebrochen. Als Ursache des Brandes wird eine defekte Stromleitung vermutet.
Identifizierung von Todesopfern
Die spanischen Behörden haben nun alle Todesopfer identifiziert. Sieben Briten, drei Belgier, eine Französin, eine US-Bürgerin und ein Spanier seien beim Feuer ums Leben gekommen, teilte das für die Koordinierung der gerichtsmedizinischen Arbeiten zuständige Gremium mit. Die meisten Opfer wurden von den Flammen eingeschlossen, als sie in einem Fahrzeug oder zu Fuß zu fliehen versuchten. Acht Menschen wurden verletzt, sieben lagen zu Wochenbeginn noch im Krankenhaus.
Aufgrund verschiedener Indizien waren die Behörden bereits zuvor davon ausgegangen, dass sich unter den Toten mehrere Ausländer befinden. Die Identifizierung ließ unter anderem deshalb auf sich warten, weil Angehörige, deren DNA-Proben zum Abgleich benötigt werden, noch auf dem Weg nach Spanien waren.
„Klimanotstand tötet“
Rund 7.000 Hektar Wald- und Buschfläche wurden zerstört. Seit der Nacht zum Sonntag breiten sich die Flammen nicht mehr aus. Die Lage sei stabilisiert worden, teilten die Behörden mit. Die Löscharbeiten gehen derweil weiter. Sie werden durch schwächere Winde und eine höhere Luftfeuchtigkeit begünstigt. Ministerpräsident Pedro Sánchez besuchte am Montag das Brandgebiet und forderte Maßnahmen gegen den Klimawandel. „Ich habe es schon oft gesagt: Der Klimanotstand tötet. Wir sehen das derzeit in ganz Europa“, betonte er.
Dank der positiven Entwicklung konnten inzwischen alle circa 1.600 Menschen, die zuvor evakuiert worden waren, in ihre Häuser zurückkehren. Die Suche nach möglichen weiteren Opfern wurde eingestellt. Zuvor hatten Einsatzkräfte das Brandgebiet durchkämmt sowie abgelegene Häuser und Zufahrtswege überprüft. Die Zahl der offiziellen Vermisstenanzeigen lag zuletzt bei acht.
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