"Externer Angriff" in Halle? Bedrohlicher Sirenenalarm in Großstadt
In der deutschen Stadt Halle (Saale) ertönten am 10. Jänner gegen 22 Uhr die Sirenen im ganzen Stadtgebiet. Hinweise deuten auf einen möglichen Hackerangriff hin. (Symbolbild)
Am späten Abend des 10. Jänners kam es in der deutschen Stadt Halle (Saale) zu einem beunruhigenden Vorfall. Kurz nach 22 Uhr ertönten im gesamten Stadtgebiet für etwa 15 Minuten die Sirenen. Besonders alarmierend war eine wiederholte Warn-Durchsage auf Englisch, die zwischen dem Sirenengeheul zu hören war: "Active Shooter in progress, Lockdown!" ("Bewaffneter Angriff im Gange, Lockdown läuft").
Beunruhigender Sirenenalarm in Halle
Eine Vorabmeldung über einen möglichen Probealarm hatte es nicht gegeben. Entsprechend groß waren Verunsicherung und Angst unter den Anrainern. Viele stellten sich die Frage, wer für den Alarm verantwortlich war und ob tatsächlich akute Gefahr bestanden hatte.
Verunsicherung und Angst
- "Ich war zu Tode erschrocken!"
- "Ja, das habe ich auch gehört, habe Angst bekommen"
- "Das war echt gruselig"
- "Ich fand es nicht lustig, es war ein unheimliches Gefühl"
Zunächst hieß es: Technischer Defekt als Ursache
Hackerangriff wohl Auslöser für Sirenenalarm
Die Stadtverwaltung habe Anzeige bei der Polizei erstattet, die Ermittlungen dauern an. Die Polizei prüft laut einem Bericht der Tagesschau derzeit die Möglichkeit eines Cyberangriffs, könne diese jedoch weder bestätigen noch ausschließen.
Terroranschlag in Halle vom 9. Oktober 2019
Der Sirenenalarm in Verbindung mit der Durchsage, die vor einem bewaffneten Schützen im Stadtgebiet warnte, dürfte bei vielen Bewohnern von Halle besonders sensible Erinnerungen geweckt haben. Die Stadt ist bis heute vo einem rechtsextremistischen und antisemitischen Anschlag geprägt, der sich am 9. Oktober 2019 ereignete. Ein bewaffneter Täter versuchte, die Synagoge in der Stadt zu stürmen. Zwar scheiterte an den verschlossenen Türen, erschoss jedoch zwei unbeteiligte Menschen.
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