Malediven: Rettungstaucher stirbt bei Bergung von Italienern
Zusammenfassung
- Ein Rettungstaucher der maledivischen Streitkräfte starb bei der Bergung vermisster italienischer Taucher nach einem Schwächeanfall unter Wasser.
- Der Tod des Tauchers, vermutlich durch Dekompressionskrankheit verursacht, führte zum Abbruch der weiteren Suchaktionen.
- Bisher wurde nur eine Leiche der fünf verunglückten italienischen Taucher geborgen, die Bergung der übrigen wird durch schlechtes Wetter erschwert.
Die Bergungsarbeiten der seit Donnerstag in den Gewässern der Insel Alimathà im maledivischen Archipel vermissten italienischen Taucher haben eine tragische Wendung genommen. Ein Taucher der maledivischen Streitkräfte starb während der Suchaktionen in einem Unterwasserlabyrinth. Der Mann erlitt während des Tauchgangs einen Schwächeanfall. Er starb trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen in einem Spital.
Der Tod soll durch die Dekompressionskrankheit verursacht worden sein, bei der sich Gasblasen - meist Stickstoff - im Blut und Gewebe bilden. "Es ist eine traurige und erschütternde Nachricht", erklärte der maledivische Präsident Mohamed Muizzu und sprach den Angehörigen sein Beileid aus. Auch der italienische Außenminister Antonio Tajani sandte seinem maledivischen Amtskollegen eine Botschaft der Anteilnahme.
Italiens Außenminister Tajani kondolierte seinem maledivischen Amtskollegen
"Diese Tage des Schmerzes für Italien werden durch die Nachricht verschlimmert, dass ein mutiger Angehöriger Ihrer Streitkräfte bei dem Versuch ums Leben kam, die Leichen unserer Landsleute unter Wasser zu erreichen", sagte der italienische Außenminister.
Der Tod des Rettungstauchers stoppte die Suche nach den Leichen der vier noch vermissten Italiener. Bei einem Tauchunfall waren am Donnerstag fünf italienische Taucher, drei Frauen und zwei Männer, ums Leben gekommen. Bisher konnte lediglich die Leiche eines 44-Jährigen geborgen werden. Das schlechte Wetter erschwere die Bergung der anderen Toten, wie das italienische Außenministerium am Samstag mitteilte.
Kommentare