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Chronik Welt
03/02/2021

Polizeistreifen mit Alpakas zum Abstand-Halten-Lernen

Die Kontrollwut der Deutschen nimmt schon kuriose Formen an. Ein Gewerkschafter fordert Alpakas für die Polizei.

Wegen des schönen Wetters drängen sich die Menschen im Freien und halten keinen bis wenig Abstand ein. Die deutsche Polizei war deshalb am Wochenende in den Parks unterwegs und strafte auch rigoros. Etliche Beamte hatten Zollstäbe dabei, um uneinsichtigen Menschen die Abstandsregeln zu erklären.

Am Dienstag forderte deshalb der  Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft in Bayern die Anschaffung von Alpakas für die Polizei. Denn der Frühling beginnt ja erst. Und mit den niedlichen Tieren könnte man bei den Menschen Sympathie erzeugen und sie gleichzeitg ein bisschen erziehen...


Polizeigewerkschafter Jürgen Köhnlein verwies am Dienstag auf das Gesundheitsministerium, das Volksschülern mit Zeichnungen von Alpakas den Abstand zu verdeutlichen versuche. „Wenn wir die Polizeistreifen mit Alpakas ausstatten, würden es die letzten uneinsichtigen Parkbesucher sicher auch verstehen“, so Köhnlein.


Die Einsatzkräfte hätten es ohnehin nicht leicht, sagt der Gewerkschafter. Es gebe immer mehr Menschen, die gerade in solchen Situationen den Konflikt suchten. „Um des Konflikts willen. Da geht es nicht um ein paar Zentimeter, sondern darum, ihren Unmut gegen die Maßnahmen kund zu tun. Die Polizei bekommt dann die Kritik an der Politik vor Ort direkt ab.“

Köhnlein fordert mehr Unterstützung und Aufklärungsarbeit seitens der Politik.

Die Kollegen rücken mit dem Meterstab aus

Zuvor hatte ein Sprecher des Polizeipräsidiums erklärt, einige Polizisten in München nähmen auf Streife mittlerweile öfter mal Zollstöcke mit. „Die Kollegen sind es leid, immer erklären zu müssen, was 1,50 Meter sind.“

Es gebe Menschen, die lägen 50 Zentimeter auseinander und seien fest überzeugt, dass das anderthalb Meter seien. In solchen Fällen sei der Meterstab eine gute Diskussionshilfe: „Schauen Sie mal her, das sind 1,50 Meter - das führt in Einzelfällen zu großem Erstaunen.“

Es gehe nicht darum, möglichst viele Leute anzuzeigen, erklärte der Polizeisprecher.

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