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Chronik | Welt
03/13/2019

Paris-Anschlag: Mann gab sich als Opfer aus und kassierte ab

Ein 29-jähriger Franzose erschlich sich 77.000 Euro aus einem Opferfonds. Er wurde zu drei Jahren Haft verurteilt.

Drei Jahre Haft für einen Franzosen, der sich als Opfer der Pariser Terroranschläge vom November 2015 ausgab: So lautet das Urteil eines Gerichts in Creteil südöstlich von Paris. Es verurteilte den 29-Jährigen am Dienstagabend zudem zur Zahlung einer Geldbuße von 20.000 Euro. Er hatte sich 77.000 Euro aus einem Opferfonds erschlichen.

Der junge Mann hatte behauptet, den Anschlag auf den Musikclub Bataclan überlebt zu haben, bei dem Islamisten 130 Menschen töteten. Zum Abschluss des Prozesses entschuldigte er sich nun bei den Opfern und den Verbänden, die sich für eine Entschädigung einsetzen.

"Mir ging es nicht gut, meine Freundin hatte mich gerade verlassen", sagte der Mann in Anwesenheit mehrerer Opferfamilien. Die Behörden hatten ihn auf die offizielle Opferliste aufgenommen, nachdem er eine Eintrittskarte für das Konzert der US-Band Eagles of Death Metal vorgelegt hatte, die am 13. November 2015 im Bataclan spielte. Das Ticket war jedoch gefälscht. Zudem hatte er sich als Freund einer Getöteten ausgegeben.