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Papst besucht auf Lampedusa Friedhof der Namenlosen

Papst Leo XIV. nutzte seinen Besuch, um auf das Schicksal von Migranten aufmerksam zu machen.
ITALY-VATICAN-POPE-LAMPEDUSA-MIGRANTS

Zusammenfassung

  • Papst Leo XIV. besuchte auf Lampedusa den Friedhof der Namenlosen und betete an den Gräbern von im Mittelmeer ums Leben gekommenen Migranten.
  • Am Hafen segnet er eine Gedenktafel für Papst Franziskus, der 2013 mit seinem Lampedusa-Besuch die Opfer von Flucht und Migration in den Mittelpunkt rückte.
  • Der rund dreieinhalbstündige Besuch auf der Mittelmeerinsel, einem Brennpunkt der Migration nach Europa, endet mit einer großen Messe unter freiem Himmel.

Papst Leo XIV. ist am Samstag mit einem Flugzeug auf Lampedusa eingetroffen. Bei seiner Ankunft auf der Mittelmeerinsel wurde er vom italienischen Staatssekretär Alfredo Mantovano, Siziliens Regionalpräsident Renato Schifani sowie von Lampedusas Bürgermeister Filippo Mannino empfangen. Anschließend fuhr der Papst zum Friedhof der Insel, wo er Blumen an den Gräbern mehrerer im Mittelmeer ums Leben gekommener Migranten niederlegte.

Dort verharrte der Papst im sogenannten Friedhof der Namenlosen in Cala Pisana in stillem Gebet. Die Gräber sind mit Kreuzen gekennzeichnet, die aus dem Holz gesunkener Flüchtlingsboote angefertigt wurden. Anschließend besuchte Leo XIV. die Gräber von Kindern, darunter auch das des sechs Monate alten Youssef Ali Kanneh, der 2020 bei einem Unglück im Mittelmeer ums Leben kam. Alljährlich wird in diesem Friedhof der Opfer des besonders tragischen Schiffsunglücks vom 3. Oktober 2013 gedacht, bei dem mindestens 368 Menschen starben.

Leo XIV. wandelt auf den Spuren seines Vorgängers Franziskus

Im Anschluss fährt der Papst in einem geschlossenen Fahrzeug weiter zum Hafen, wo er eine Gedenktafel zu Ehren seines Vorgängers Papst Franziskus segnet. Dieser hatte Lampedusa 2013 als erste Reise seines Pontifikats besucht und die Opfer von Flucht und Migration ins Zentrum gerückt.

Die kleine Insel gilt seit langer Zeit als einer der Brennpunkte der Migrationsbewegung aus Afrika nach Europa. Rund dreieinhalb Stunden wird Leo auf Lampedusa verbringen. Höhepunkt ist eine große Messe unter freiem Himmel.

Der erste Papst aus den USA besucht Lampedusa am 250. Unabhängigkeitstag der Vereinigten Staaten von Amerika. Immer wieder erinnert Leo - in Chicago als Robert Francis Prevost aufgewachsen - an das Schicksal von Migranten. Zuletzt besuchte er die Kanaren und machte sich dort für deren Würde stark.

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