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Chronik Welt
12/07/2021

Neuer Rekordwert an Alkoholtoten in Großbritannien

Experten machen die Pandemie verantwortlich: Stress und Einsamkeit hätten zu höherem Alkoholkonsum geführt.

Im Vereinigten Königreich sind im Corona-Jahr 2020 so viele Menschen an den Folgen von Alkoholkonsum gestorben wie noch nie. Der Tod von 8.974 Menschen könne landesweit mit Alkohol in Verbindung gebracht werden, teilte das britische Statistikamt ONS am Dienstag mit. Das ist ein Plus von fast einem Fünftel (18,6 Prozent) im Vergleich zu 2019.

Lebererkrankungen waren die mit Abstand häufigste Todesursache. Männer starben doppelt so häufig an den Folgen ihres Alkoholkonsums wie Frauen.

Mehr Menschen griffen zu Alkohol

Der Anstieg der Todeszahlen sei in allen vier Landesteilen deutlich gewesen, vor allem aber in England und Schottland, teilte die Behörde weiter mit. Daten aus England weisen demnach darauf hin, dass während der Corona-Lockdowns mit Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen mehr Menschen mehr Alkohol getrunken haben. Experten machen Stress, Einsamkeit und fehlenden Zugang zu Hilfsdiensten für die Steigerung verantwortlich.

Bereits im Sommer hatte die Gesundheitsbehörde Public Health England von einem traurigen Rekord bei den Alkoholtoten im größten Landesteil gesprochen. Die Zahl der Menschen, die "auf steigendem und höherem Risikoniveau" Alkohol trinken, sei 2020 um mehr als die Hälfte - 58,6 Prozent - gestiegen, hieß es damals.

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